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fascism is not an opinion - fascism is a crime
Updated: 9 hours 13 min ago

aus aktuellem Anlass: Die Akte Strache

Fri, 12/28/2018 - 15:32

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache war als junger Mann in der Neonazi-Szene unterwegs. Wie tief steckte er wirklich drin? Eine Rekonstruktion. Nach wenigen Minuten reicht es Heinz-Christian Strache mit der Fragerei. Vielleicht ahnt er, dass er etwas zu viel erzählt hat. Er rutscht auf seinem Holzstuhl zurück, die Stimme bebt. “Es ist offensichtlich, dass Sie nur ein Thema interessiert”, sagt der FPÖ-Chef und kneift die Augen zusammen. Sein Pressesprecher fährt mit der Hand flach über den Tisch, Schluss jetzt. Das Thema ist heikel, sehr heikel: Straches Zeit in der Neonazi-Szene.
Bis dahin ist die Atmosphäre gelöst. Strache erzählt in der holzvertäfelten Stube eines historischen Innsbrucker Gasthauses aus seiner frühen Jugend. Er sitzt in flaschengrüner Trachtenweste locker auf seinem Stuhl, scherzt. Die Stimmung kippt, als Fragen zu seiner Phase im Milieu kommen. Für den 48-jährigen Strache, der drauf und dran ist nach der Parlamentswahl am 15. Oktober als Vizekanzler in der österreichischen Regierung zu sitzen, sind diese mehr als nur unangenehm. Vor zehn Jahren gab es dazu einige Enthüllungen in den Medien, meist belegt mit Fotos. Der FPÖ-Chef wackelte, aber er stürzte nicht.
SZ-Recherchen zeigen, wie tief er als junger Erwachsener wirklich drin steckte. Schilderungen von Augenzeugen, Erkenntnisse deutscher Sicherheitsbehörden und Archivmaterial belegen: Strache war über Jahre Bestandteil der Neonazi-Szene und begann parallel dazu seine Karriere in der FPÖ. Strache als junger Mann bei mutmaßlichen Wehrsportübungen in Kärnten. Seine Verteidigungslinie an diesem Tag in Innsbruck ist ähnlich wie die Jahre zuvor: Er verdammt den Nationalsozialismus und gleichzeitig Extremismus aller Art. Seine Jahre im Milieu damals: ein Lernprozess. “Ich war ein Suchender, ich habe mir vieles angeschaut”, sagt Strache und fährt mit dem Zeigefinger über das weiße Tischtuch. Einen Fehler nennt er diese Erfahrungen nicht, für ihn ist damit alles gesagt. Auch sein Pressesprecher schüttelt den Kopf: Jugendsünden seien das gewesen, harmlos. Bei Nachfragen droht das Gesprächsende. Mit dieser Taktik hat Strache in Österreich das Thema abgestreift. Er ist heute einer der erfolgreichsten Rechtspopulisten Europas, 2016 schafft er es sogar auf die Titelseite des Time Magazine. In zwölf Jahren hat Strache seine “Blauen” mit Dauerwahlkampf zur Volkspartei gemacht, erklärtes Vorbild für die AfD. Bei den Parlamentswahlen könnte die FPÖ 25 Prozent oder mehr holen. Während in Deutschland aufgrund der relativen Neuheit der Partei der Einzug der AfD in den Bundestag mit knapp 13 Prozent Empörung hervorruft, stört sich im Nachbarland kaum jemand daran, dass die FPÖ der kommenden Regierung angehören könnte. Viel zu lange prägen Rechtspopulisten dort schon das politische Tagesgeschäft. Strache wäre der erste Politiker mit Vergangenheit im Neonazi-Milieu, der in Europa mitregiert. Er selbst spricht von drei Jahren. Seine Biografinnen Claudia Reiterer und Nina Horaczek schreiben dagegen, dass er “in etwa zwischen 1985 und 1992” in der rechtsextremen Szene verkehrte. Anfang der 90er Jahre sei er ein “gefestigter politischer Mensch” gewesen, sagt Heinz-Christian Strache 2006.
Wenn er damals ideologisch angekommen ist, müssen ihn die Jahre vorher entscheidend geprägt haben. Eine Rekonstruktion in elf Kapiteln.

via sz: Die Akte Strache

Strache war nie Neonazi. Er hat im Wald mit Bekannten, die mit der VAPO verbandelt waren, nur verstecken gespielt. pic.twitter.com/whEBweRa0n

— David (@davsow) December 28, 2018

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Transgender Woman Wins Discrimination Suit, $20,000 For Being Cut From Women’s Football Team

Fri, 12/28/2018 - 15:10

Christina Ginther, a biological man who identifies as a woman, won a discrimination lawsuit this week after being rejected from playing on an all-women’s Minnesota football team due to safety concerns. Ginther, who’s nearly 6 feet tall and a second-degree black belt in karate, was awarded a total of $20,000 with the legal win: $10,000 in punitive damages and $10,000 for emotional distress. The 46-year-old claims he was initially welcomed by the Minnesota Vixen football team, which was then part of the Independent Women’s Football League (IWFL), during pre-tryout practices in 2016. But when team owner Laura Brown learned that Ginther was actually a biological male, she informed Ginther that biological men were barred from playing in the league due to safety concerns.
An attorney for the team, Greg Van Gompel, said Brown instead offered Ginther a role assisting the coach or helping the team keep stats during their games. He further explained that Brown was bound by IWFL policy: “It says, ‘A player may not play in the IWFL, unless they are now, and always have been, legally and medically a female, as determined by their birth certificate and driver’s license,” said Van Gompel, according to MPR News.
Ginther refused the offer from Brown, saying he “felt violated” from the rejection. “She said, ‘Well, your numbers were good. But in the process of drawing up player contracts, we looked at your social media and found out that you’re transgender,'” recalled Ginther. “Ginther recalled Brown telling her the league didn’t allow players who were born biologically male because of safety issues,” the report notes.

via dailywire: Transgender Woman Wins Discrimination Suit, $20,000 For Being Cut From Women’s Football Team

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Weihnachts-Graffiti gegen “Homoheiler”

Fri, 12/28/2018 - 14:41

Unbekannte sprühten “Schwul und stolz gegen Kirche und Gero” an die evangelische Martinskirche des Hohnhorster Pastors Gero Cochlovius, der sich für die “Heilung” von Homosexuellen ausspricht. Rund um die Weihnachtsfeiertage haben Unbekannte den Eingang der evangelischen Martinskirche in Hohnhorst mit dem Spruch “Schwul und stolz gegen Kirche und Gero” besprüht. Die Botschaft richtete sich an Pastor Gero Cochlovius, der Homosexualität als “Sünde” verurteilt und sich für eine “Heilung” von Lesben und Schwulen ausspricht. Die Gemeinde Hohnhorst liegt im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen. (…) Die homophobe Haltung des Hohnhorster Pastors wurde vor drei Jahren durch die NDR-Reportage “Die Schwulenheiler 2″ bekannt. Nach den Recherchen des Senders predigte Cochlovius in einem Gottesdienst, dass man Homosexuellen “Hilfe zur Heilung” anbieten soll. Es gebe Lesben und Schwule, die sich eine Veränderung wünschten, erklärte der Pastor in der Sendung. “Praktizierte, ausgelebte Homosexualität” entspreche nicht dem Willen Gottes.

via queer: Weihnachts-Graffiti gegen “Homoheiler”

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