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Nach Krawall am Reichstag rund 30 Ermittlungsverfahren

40 Verdächtige hat die Berliner Polizei bislang ermittelt. Vorgeworfen wird ihnen vor allem Landfriedensbruch, aber auch Widerstand und andere Delikte. Rund vier Monate nach der Besetzung der Reichstagstreppe bei einer Demonstration in Berlin ermittelt die Berliner Polizei gegen 40 Verdächtige. Das Landeskriminalamt führe 31 Ermittlungsverfahren, sagte ein Polizeisprecher. Mehr als die Hälfte davon seien Verfahren wegen Landfriedensbruchs. Es könnten noch mehr Verfahren werden, da die Ermittlungen andauerten. Zuvor berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Demnach werde Verdächtigen auch Gefangenenbefreiung, Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, besonders schwerer Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Beleidigung und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen. Die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, sagte dem Redaktionsnetzwerk: „Es ist gut, dass zumindest einige der Beteiligten identifiziert werden konnten und Strafverfahren laufen. Ich hoffe, dass es zu Verurteilungen kommt.“ Die Ermittler sollten aber auch auf mögliche Vernetzungen schauen.

via handelsbltt: Nach Krawall am Reichstag rund 30 Ermittlungsverfahren

„White Power“: Rechtsextreme in ganz Osteuropa bejubeln #Kapitol-Stürmung – #terror #capitol #azov

Beobachter auf der ganzen Welt waren fassungslos, als sie sahen, wie ein gewalttätiger Mob das US-Kapitolgebäude in einem verzweifelten, gewaltsamen Versuch stürmte, um die Präsidentschaftswahl zu kippen und eine zweite Amtszeit für den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump zu sichern. Beobachter auf der ganzen Welt waren fassungslos, als sie sahen, wie ein gewalttätiger Mob das US-Kapitolgebäude in einem verzweifelten, gewaltsamen Versuch stürmte, um die Präsidentschaftswahl zu kippen und eine zweite Amtszeit für den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump zu sichern. Aber Kommentatoren von der extremen Rechten des politischen Spektrums in Osteuropa und auf dem Balkan, feierten die Stürmung. Um ihre Solidarität mit den US-Randalierern zu bekunden, schwenkten viele während des orthodoxen Weihnachtsfestes am 7. Januar die Flaggen der rassistischen Konföderierten Staaten von Amerika. Serhiy Korotkikh, ein Führer der ukrainischen Asow-Bewegung, begrüßte die US-Unruhen offen rassistisch, berichtet Radio Free Europe (RFE) weiter. „Die Weißen haben endlich beschlossen zu handeln und übernehmen das Kapitolgebäude“, schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Das Regiment Asow (ukrainisch Полк Азов) ist eines von etwa 80 paramilitärischen Freiwilligenbataillonen, die im Ukraine-Konflikt gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes kämpfen. Asows neonazistischen Verbindungen sind unumstritten. Ihr offizielles Symbol ist die Wolfsangel—ein häufig verwendetes Nazi-Symbol. Im Jahr 2010 sagte der Gründer des Bataillons, Andriy Biletsky, dass die Ukraine „die weißen Rassen der Welt in einem letzten Kreuzzug … gegen die von den Semiten geführten Untermenschen anführen“ solle, berichtet Buzzfeednews. Die Anziehungskraft für Neonazis reicht weit über die ukrainischen Grenzen hinaus. Europaweit rekrutiere Asow Neonazis für den Kampf an der Front – insbesondere aus der National Socialist Black Metal-Szene, einer musikalischen Subkultur, deren personelle Verstrickungen mit dem internationalen Neonazitum nur wenig bekannt sind.

via nex24: „White Power“: Rechtsextreme in ganz Osteuropa bejubeln Kapitol-Stürmung

siehe auch: ‘We Know What To Do’: Far-Right Figures Across Eastern Europe Applaud U.S. Capitol Violence. Veterans of the Azov Battalion and activists and supporters of the Azov civil corps march on Ukraine’s Independence Day in Kyiv on August 24. A leader of the group welcomed the U.S. unrest in openly racist terms. Observers around the world were stunned to see a violent mob storm the U.S. Capitol building in a desperate, violent bid to overturn a legitimate presidential election and secure a second term for outgoing U.S. President Donald Trump. But commentators from the far right of the political spectrum in Eastern Europe and the Balkans were in many cases encouraged by what they saw. Many took time away from marking the Orthodox Christmas holiday on January 7 to signal their solidarity with the U.S. rioters, many of whom waved flags of the racist Confederate States of America. Andreas Umland, who has written extensively on political extremism around the world, wrote on Facebook that Trump was not as ideologically driven as many rightist figures around the globe. “Terms like ‘fascist’ do not sound quite right for him, as they assume a minimal degree of ideological information which Trump simply lacks,” Umland wrote. “Still, he is beloved by the far right — not only in the United States but across the world.” Anton Shekhovtsov, a lecturer at the University of Vienna who specializes in neo-Nazism and other extremist movements in Russia and elsewhere, agrees, saying that Trump fit in among “contemporary right-wing populisms in Europe” that are “based on a combination of nativism, authoritarianism, and populism.” “Not only do they operate within the framework of democracy,” he wrote in an essay on the Eurozine website, “they also claim that they are better democrats — an antiestablishment idea resonating with many a disaffected voter.”

#Misogyne Allianzen – #Frauenhass Ein Buch erklärt, warum der #autoritäre #Backlash männlich ist

Als die ersten Ergebnisse der jüngsten US-Wahl bekannt gegeben wurden, twitterte die Philosophin Kate Manne: „Wir können nie wieder die politische Anziehungskraft toxischer Männlichkeit unterschätzen.“ Obwohl Joe Biden die Wahl letztlich mit deutlichem Vorsprung gewann, stimmte trotzdem eine beträchtliche Zahl von Menschen für Donald Trump. Bereits vier Jahr zuvor konnte Trump „mit einem frauenfeindlichen Wahlkampf und offen propagierter hegemonialer Männlichkeit Anhänger mobilisieren“, wie die Journalistin Susanne Kaiser in ihrem Buch Politische Männlichkeit. Wie Incels, Fundamentalisten und Autoritäre für das Patriarchat mobilmachen schreibt. Kaiser untersucht die Geschlechter-Dimension des autoritären Backlashs der vergangenen Jahre, der sich etwa in den politischen Erfolgen der AfD oder der PiS in Polen niedergeschlagen hat. Gerade weil das patriarchale Männlichkeitskonzept heute „ethisch, normativ und diskursiv in Bedrängnis“ gerate, propagierten es Rechte und Autoritäre umso aggressiver. (…) Das Incel-Phänomen (Abkürzung für involuntary celibate: unfreiwillig zölibatär) wurde in Deutschland bisher noch kaum untersucht. Grob gesagt geht es dabei um sexuell frustrierte junge Männer, die im Internet Gewaltfantasien verbreiten. „Gewalt als legitimes Mittel des Widerstands gegen ein durch den Feminismus fehlgeleitetes und ungerechtes System, das Männern vorenthält, was ihnen zusteht“, so fasst Kaiser das in den anonymen Foren propagierte Weltbild zusammen. Die Mischung aus „Minderwertigkeitskomplexen und Größenwahn“, die aus den im Buch zitierten Foren-Einträgen spricht, erinnert an jenen faschistischen Männlichkeitswahn, den der Kulturwissenschaftler Klaus Theweleit in seinem Buch Männerphantasien untersucht hat. Dass es in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt zu Anschlägen kam, die „direkt auf Frauen zielten“, steht für Kaiser in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Online-Radikalisierung. So wird etwa der Attentäter Elliot Rodger genannt, der 2014 in Kalifornien bei einem Amoklauf sechs Menschen ermordete und sich dann selbst tötete. In einem „Manifest“ hatte Rodger zuvor angekündigt, er werde „alle weiblichen Menschen für das Verbrechen bestrafen, dass sie mir Sex vorenthalten haben“. Ähnliche Denkmuster sehe man bei dem Attentäter, der 2019 den Anschlag auf die Synagoge in Halle verübte.

via freitag: Misogyne Allianzen – Frauenhass Ein Buch erklärt, warum der autoritäre Backlash männlich ist

#Capitol #Rioter Threatened to Shoot His Kids If They Snitched: Feds

Guy Reffitt, a member of a Texas militia group, was among at least five others arrested or charged in the Capitol attack on Monday. The FBI on Monday announced charges against more alleged Capitol attackers, including a Texas member of a far-right militia. Feds have previously unsealed criminal charges against dozens of people accused of storming the Capitol in a pro-Trump riot on January 6. Newly named among them are Nicolas Moncada, who was arrested by the FBI’s New York office, and Guy Reffitt, a Texan. Reffitt was allegedly a member of the militia group “Texas Freedom Force,” and threatened to shoot his children if they became “traitors” who turned him in. Reffitt, the Texas man busted for his alleged involvement in the attack, also had extremist ties, the FBI said. Reffitt attended the riot in a helmet outfitted with a camera, and what appeared to be a tactical vest, according to pictures included in court filings. According to prosecutors, Reffitt was part of the Texas Freedom Fighters, a militant group that lobbies to protect Confederate symbols, and has spent the past weeks on Twitter accusing the left of being the real rioters. Reffitt allegedly admitted to his family that he’d participated in the attacks, telling the family that “we” (likely the TFF, according to a criminal filing) had “stormed the Capitol.” He also allegedly told family that he’d brought a gun with him to D.C. Reffitt’s children allegedly were “disturbed” by his “extreme” statements. When they expressed alarm, he allegedly told them that “if you turn me in, you’re a traitor and you know what happens to traitors…traitors get shot.” His wife provided information on the fight to investigators. Moncada, 20, is a student at New York’s Fashion Institute of Technology, Gothamist reported. Like others arrested in the attack, Moncada allegedly live-streamed his actions in the Capitol, and posted on Instagram about participating in “the storm,” a term popular with fans of the far-right QAnon conspiracy theory. A Staten Islander, Moncada appears to have supported a bar on the island that notoriously defied COVID-19 restrictions before temporarily closing after its owner was accused of hitting a sheriff’s deputy with his car.
Moncada is the latest of several men arrested in New York in connection to the riots. In a statement, the FBI said he was “now in custody for his role in assaulting the U.S. Capitol while our representatives were inside performing their Constitutional duties.” Another arrest affidavit, unsealed Monday, accused Freeport, New York man Thomas Fee of storming the Capitol. Fee was reported by an acquaintance after Fee’s girlfriend posted on Facebook about his attendance at the Capitol, according to the affidavit. The acquaintance allegedly texted Fee, who sent back a picture and a video of himself inside the Capitol rotunda. In the video, Fee allegedly described himself as being “at the tip of the spear” in the attack. Meanwhile, in Pennsylvania, officials announced the arrest of Craig Bingert, whose face had been plastered on FBI “wanted” posters for his alleged participation in the riots. Bingert, who reportedly turned himself in to law enforcement on Sunday, is accused of rushing a police line at the Capitol and shouting “fuck the police.”

via daily beast: Capitol Rioter Threatened to Shoot His Kids If They Snitched: Feds

Why is #discrimination against American #Roma ignored?

A community of one million people has been left out of the US’s belated national reckoning with racism. It’s time to change that. Last year brought a dramatic and belated national reckoning with racism in the United States. But with conversations focused on the major targets of American racism – African American, indigenous and Latino populations – many have overlooked discrimination against a much smaller minority in the US: American Roma. Many Romani people arrived in the US between the late 19th and early 20th centuries, amid a wave of immigration from southern and eastern Europe. The prominent Romani scholar, Ian Hancock, argues that many Romani Americans are descendants of Romania’s enslaved Romani people, who were freed in 1856. But there is evidence that Romani people had been in the US for centuries beforehand, with early records documenting Roma people being shipped to British plantations in Virginia in the 17th century, following a 1661 act of parliament permitting their deportation. Today, there are close to a million Romani people in the US, with the largest clusters in Los Angeles, San Francisco, New York, Chicago, Boston, Atlanta, Dallas, Houston, Seattle and Portland. The community continues to experience acute prejudice today, as it has done for decades. (…) Romani Americans have long been rated as having the lowest “social standing” among ethnic groups in the US. In two polls conducted in 1964 and 1989 on the social standing of ethnic groups in the United States, Americans rated Romani people, along with Mexicans and Puerto Ricans, as having a lower social standing than a fabricated ethnic group, the “Wisians”. Clearly, centuries of racism against Roma in Europe have infected attitudes to transatlantic Roma immigrants and their American offspring. A 2020 study entitled ‘Romani Realities in the United States’, by the FXB Center for Health and Human Rights at Harvard University and Voice of Roma (an American non-profit organisation), documents widespread anti-Roma discrimination. Almost 80% of the 363 Romani Americans who took part in the study reported that Americans discriminate against people of Romani heritage. (…) Such racial slurs levelled at Romani Americans are common. Some 68% of those interviewed by the FXB Center said they had been called names that made them uncomfortable, listing 108 slurs including: “sweet-potato [N-word]”, “dirty gpsy”, “Chicken thieves! Where’s your crystal ball? Where’s your wagon?”, “Dirty blooded, half breed”, “gpsy scum vagabond”, “gpsy trash”, “monkey, dirty gpsy”, and “the g*psies are here; hide your kids”. The extent of everyday discrimination and anti-Roma hatred in the US is alarming.

via opendemocracy: Why is discrimination against American Roma ignored?

What #Parler Saw During the #Attack on the #Capitol – #terror

As supporters of President Donald Trump took part in a violent riot at the Capitol, users of the social media service Parler posted videos of themselves and others joining the fray. ProPublica reviewed thousands of videos uploaded publicly to the service that were archived by a programmer before Parler was taken offline by its web host. Below is a collection of more than 500 videos that ProPublica determined were taken during the events of Jan. 6 and were relevant and newsworthy. Taken together, they provide one of the most comprehensive records of a dark event in American history through the eyes of those who took part. Videos are ordered by the time they were taken. Scroll down to start watching or click on the timeline to jump to any point in the day.

via propublica: What Parler Saw During the Attack on the Capitol

screenshot video

Hunderte Videos des Angriffs aufs Kapitol. Gut geordnet abrufbar. Sehr spannend und extrem gut gemacht. https://t.co/2MgiAJXHdS

— Michael Bonvalot (@MichaelBonvalot) January 17, 2021

Aus dem Weg geräumt – #remember #lumumba

Vor 60 Jahren wurde Patrice Lumumba, erster Premier des Kongo, ermordet. Seine Politik richtete sich gegen die Interessen der alten und neuen Kolonialherren. Jahrzehntelang gab es Debatten darüber, wer Patrice Lumumba ermordet hat. War es die CIA oder der MI6? Waren es belgische Geheimdienstler oder Soldaten der früheren Kolonialmacht? Waren es kongolesische Militärs aus der abtrünnigen Provinz Katanga? Westliche Politiker und Medien taten die Beteiligung einiger dieser Akteure lange als Verschwörungstheorien ab. Heute indes steht fest: Alle Genannten haben den Tod des ersten Premierministers des unabhängigen Kongo am 17. Januar 1961 zu verantworten. Seit fast 20 Jahren ist dies auch die offizielle Position Belgiens. 2001 wurde nach einer Klage des Sohnes von Lumumba eine Kommission eingesetzt, welche die Todesumstände des Freiheitskämpfers untersuchte. Diese kam zu dem Schluss, dass katangische Soldaten unter Führung des Sezessionisten Moise Tschombé zusammen mit belgischen Armeeangehörigen Lumumba und dessen Gefährten Joseph Okito und Maurice Mpolo Anfang 1961 gefangengenommen, gefoltert und schließlich erschossen hatten. Wenige Tage nachdem die Mörder die Leichen verscharrt hatten, gruben sie diese wieder aus und beseitigten die sterblichen Überreste mittels Säure. US-amerikanischer und britischer Geheimdienst hatten bei der Jagd auf Lumumba geholfen, wussten von der Ermordung und unterstützten die Sezessionisten unter Tschombé sowie Lumumbas Gegenspieler Joseph Mobutu militärisch und logistisch. Die CIA hatte bereits zuvor Pläne geschmiedet, Lumumba zu vergiften, da dessen Politik den US-Ambitionen in Afrika diametral entgegenstand. (…) Für Lumumbas Feinde im In- und Ausland waren mit der Rede die Fronten klar. Bereits am 11. Juli erklärte Moise Tschombé die im Süden des Landes gelegene ressourcenreiche Provinz Katanga für unabhängig. Dem Premier, der tags darauf nach Katanga reisen wollte, wurde die Landung verweigert. Damit begann der Konflikt zwischen der neuen Regierung und ihren Gegnern zu eskalieren. Belgien unterstützte Tschombé, belgische Offiziere wurden von den Sezessionisten als »Militärberater« engagiert. Die kongolesische Regierung erklärte Belgien den Krieg und bat die Vereinten Nationen (UNO) um Unterstützung. Belgien baute seine militärischen Kapazitäten in Katanga aus, und erste UN-Truppen kamen ins Land. Da diese nicht in der Lage oder willens waren, den Konflikt zu entschärfen, wandte sich Lumumba schließlich an die Sowjetunion. Ein Telegramm, in dem Lumumba Moskau um Unterstützung bat, wurde von der CIA abgefangen und beschleunigte die Anstrengungen Washingtons, den Premier zu beseitigen (…) Schon bald wurde Lumumba unter Hausarrest gestellt, konnte fliehen, wurde jedoch Anfang Dezember 1960 erneut gefangengenommen und in einem Gefängnis im westkongolesischen Thysville festgehalten. Seine Anwesenheit sorgte für Unruhe unter den ohnehin unzufriedenen Soldaten – schlechte Bezahlung und das nach der Unabhängigkeit zunächst weiterbestehende Kommando weißer Offiziere hatte bereits im Sommer zu Meutereien geführt. Lumumba und seine Mitgefangenen Okito und Mpolo wurden Anfang 1961 ins katangische Élisabethville verschleppt, dort wieder eingesperrt und von katangischen und belgischen Soldaten misshandelt. Im Februar verbreitete das Tschombé-Regime das Gerücht, dass Lumumba geflohen und von aufgebrachten Dorfbewohnern umgebracht worden sei. Viele Indizien sprachen damals dafür, dass die Gefangenen bereits Wochen zuvor ermordet worden waren. So verweigerten die katangischen Behörden etwa dem Roten Kreuz den Besuch von Lumumba, Okito und Mpolo. Die Recherchen und Nachforschungen der nachfolgenden Jahrzehnte bestätigten schließlich die grausamen Todesumstände der drei Männer am 17. Januar 1961

via jw: Aus dem Weg geräumt

siehe auch: Tötung Patrice Lumumbas Stockende Aufarbeitung auch nach 60 Jahren. Vor 60 Jahren wurde Kongos erster Regierungschef Lumumba getötet. Jahrzehnte später brachten Recherchen auch eine Verantwortung der ehemaligen Kolonialmacht Belgien ans Licht. Doch die Aufarbeitung kommt nur langsam voran. “Jetzt werden wir getötet, nicht wahr?” – das sind die letzten überlieferten Worte von Patrice Lumumba. In der Nacht des 17. Januar 1961 werden er und zwei seiner Weggefährten in den Wäldern der kongolesischen Provinz Katanga an einen Baum gebunden und erschossen. Belgische Polizisten verscharren die Leichen, graben sie wieder aus, zerteilen sie mit Sägen und werfen sie in Fässer mit Säure. Nichts soll übrigbleiben, vor allem nicht von Lumumba: dem Aufrührer, dem kompromisslosen Vorkämpfer einer neuen Nation. Von dem Mann, der nur wenige Monate zuvor dem belgischen König Baudouin die Stirn geboten hatte – bei der Unabhängigkeitsfeier am 30. Juni 1960 in Léopoldville, dem heutigen Kinshasa. “Wer wird je die Massaker vergessen, die Massenerschießungen, bei denen so viele unserer Geschwister umgekommen sind?”, fragte Lumumba damals. “Die Zellen, in die jene gesteckt wurden, die sich weigerten, sich einem Regime der Unterdrückung und Ausbeutung zu unterwerfen?”


Von unknown photographer / Anefo – <a rel=”nofollow” class=”external free” href=”http://proxy.handle.net/10648/a9c3a120-d0b4-102d-bcf8-003048976d84″>http://proxy.handle.net/10648/a9c3a120-d0b4-102d-bcf8-003048976d84</a> Nationaal Archief, CC0, Link

Far-right groups make plans for protests and assaults before and after Inauguration Day

President Trump’s incitement of his supporters before their attack on the Capitol on Jan. 6 has galvanized a nationwide extremist movement and fueled those determined to disrupt the transfer of power to President-elect Joe Biden and violently challenge the legitimacy of the election for months — and possibly years, according to U.S. officials and independent experts. U.S. officials have warned authorities nationwide to be on alert for potential acts of violence at state capitols, as well as a possible second attack on the Capitol or on the White House. Law enforcement authorities have said extremists might use firearms and explosives and are monitoring online calls to rally in cities nationwide beginning Sunday. Security at the inaugural ceremony in Washington on Wednesday probably will be the most intense ever. At the center of the amorphous but increasingly motivated extremist movement sits the current president, now twice impeached, deprived of his social media megaphones but still exerting a powerful influence over his followers who take his baseless claims of election fraud as an article of faith. It remains unclear when and where groups might launch follow-up attacks, but even if they do pull back in the days to come — and experts say there is some reason to think they might — the threat from Trump-inspired extremism is likely to remain and grow. “It has begun to shift from ‘We are going to win this’ to ‘This fight is going to be a long one,’ ” said Rita Katz, executive director of the SITE Intelligence Group, which monitors extremist groups and their use of social media to inspire and organize adherents. “The prevalent consensus across the movements involved in or supporting the Capitol siege is that they will keep pushing forward.” (…) FBI Director Christopher A. Wray told reporters that officials were monitoring “an extensive amount of concerning online chatter” about events surrounding the inauguration. “Right now, we’re tracking calls for potential armed protests and activity leading up to the inauguration,” Wray said, noting that it was a challenge “to distinguish what’s aspirational versus what’s intentional.” Some officials said they aren’t taking any chances and were braced for the likelihood of attacks. After the Capitol siege, “what we’ve already seen and experienced is the depths and lengths people are willing to go in furtherance of their cause,” said Andrew Walsh, a deputy chief with the Las Vegas Metropolitan Police Department, who participated in a call with the FBI and local law enforcement officials on Wednesday.

via wahington post: Far-right groups make plans for protests and assaults before and after Inauguration Day

Bad Dürkheim – Nicht angemeldete Versammlung am Bismarckturm

Am Sonntagnachmittag, gegen 14.45 Uhr, teilten Wanderer mit, dass sich ca. 40 Personen vor dem Bismarckturm versammelten und ein Lagerfeuer zündeten. Die Personen führten Fahnen und Banner mit, die auf Personen der rechten Szene hindeuteten. Nach zeitnahem Eintreffen von starken Kräften des Polizeipräsidiums Rheinpfalz löste sich die Versammlung auf. Von zahlreichen Personen wurden die Personalien festgestellt und Sicherstellungen durchgeführt. Die zuständige Versammlungsbehörde der Kreisverwaltung Bad Dürkheim prüft etwaige Verstöße gegen das Versammlungsgesetz

via presseportal blaulicht: Bad Dürkheim – Nicht angemeldete Versammlung am Bismarckturm

Berliner Polizei erhob rechtswidrig Daten von Sinti und Roma

Ob jemand zu einer ethnischen Minderheit gehört, hat die Behörden nicht zu interessieren. Dennoch finden sich in den Akten der Berliner Polizei Begriffe wie “Roma”, “Sinti” oder “Zigeuner”. Die Berliner Landesdatenschutzbeauftragte hat das nun beanstandet. (…) Die Berliner Polizei ist dabei jedoch über das Ziel hinausgeschossen. Sie hat die Trickdiebstähle nicht nur verfolgt, sondern die Taten in internen Vorgängen auch immer wieder mit einer ethnischen Minderheit verknüpft: den Sinti und Roma. So vermerkte die Berliner Polizei nach SZ-Informationen allein 2017 in 31 Fällen Begriffe wie “Roma”, “Sinti” oder “Zigeuner”. Die Angaben fanden sich in Strafanzeigen, Durchsuchungs-, Zwischen- oder Schlussberichten an die Staatsanwaltschaft, oft waren es einfach nur Zitate aus Zeugenvernehmungen. Immer wieder aber wurden solche Bezeichnungen auch anlasslos in Verbindung mit Trickdiebstählen benutzt. Und Letzteres ist nach Ansicht der Berliner Landesdatenschutzbeauftragten Maja Smoltczyk rechtswidrig. Denn die Polizei darf die ethnische Zugehörigkeit eines Menschen nur unter ganz bestimmten Bedingungen verwerten. Etwa, wenn sie für die Fahndung notwendig ist oder ein fremdenfeindliches oder rassistisches Motiv infrage kommt. Ansonsten habe die Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe oder einer “Volkszugehörigkeit” nichts in den Akten verloren, heißt es aus dem Büro der Berliner Landesdatenschutzbeauftragten. Sie hat das nun förmlich beanstandet – das ist die schärfste Maßnahme, die sie zur Verfügung hat.
Das klingt erst einmal wie ein Nebenschauplatz auf dem riesigen Gebiet der Datenschutzgesetze, das Problem reicht aber wesentlich tiefer. Für den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sind solche Vorfälle ein Beleg für einen “antiziganistischen Blick”, der zur Folge habe, dass Sinti und Roma allein aufgrund ihrer Abstammung pauschal mit Kriminalität in Verbindung gebracht würden. Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrats, sagt, er sei vor allem darüber besorgt, dass die Polizeibehörden möglicherweise systematisch die Daten von Sinti und Roma erheben. Eine Praxis, die ihn an ein tragisches Kapitel aus der Vergangenheit erinnert. Über Jahrhunderte wurden Sinti und Roma von Polizeidienststellen in sogenannten “Zigeunernachrichtendiensten” erfasst, es gab “Zigeunerexperten”, die Karteien und Steckbriefe von Sinti und Roma erstellten, und wer sich in einer solchen Zusammenstellung wiederfand, war ein Leben lang gebrandmarkt. Die Nationalsozialisten bedienten sich solcher Erkenntnisse, um Sinti und Roma zu verfolgen und zu ermorden. Die Berliner Polizei hat dabei eine besonders unrühmliche Geschichte. Hier war ein Kriminalobersekretär namens Leo Karsten langjähriger Leiter eines “Zigeunerreferats” und sorgte 1942 dafür, dass die in Berlin lebenden Sinti festgenommen und nach Auschwitz deportiert wurden. Zwar gibt es bislang keine wissenschaftliche Untersuchung darüber, wie und ob deutsche Polizeibehörden Daten von Sinti und Roma erfassen. Die Juristin Lea Beckmann von der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF), die sich für Grundrechte einsetzt und den Fall mit einer Beschwerde ins Rollen gebracht hat, glaubt aber, dass Sinti und Roma nach wie vor in irgendeiner Weise in den Datenbanken der Ermittlungsbehörden kategorisiert würden. Etwa durch Vermerke wie “mobile ethnische Minderheit”, “reisende Täter”, “Südosteuropäer” oder “HWAO”, eine Abkürzung für “häufig wechselnden Aufenthaltsort”.

via sz: Berliner Polizei erhob rechtswidrig Daten von Sinti und Roma

Er ist wieder da: So sieht moderner Faschismus aus

So erkennst du ihn treffsicher in all seinen Formen. Eine demokratische Wahl vor dem Ende ihrer Auszählungen abbrechen zu wollen und sich selbst zum Sieger zu erklären, widerspricht gelinde gesagt demokratischen Standards. Doch es entspricht ganz dem Stil von US-Präsident Donald Trump. Für Beobachter der US-Politik kommt ein solcher Winkelzug nicht überraschend. Manche fanden bereits in der Vergangenheit deutlichere Worte für sehr extreme Forderungen Trumps,
etwa die, eine besondere Registrierung für Muslime in den USA einzuführen. Der US-amerikanische Kolumnist Jamelle Bouie verfasste kurz vor der diesjährigen Wahl den viel beachteten Artikel
»Donald Trump Is a Fascist«. Und spätestens seit dem Tränengaseinsatz gegen friedliche Demonstrierende vor dem Weißen Haus, der Juristen und Bürgerrechtler weltweit entsetzt hatte, steht das F-Wort prominent im Raum. Nicht nur in den USA. Dabei kennen die meisten von uns das Wort »Faschismus« eher aus dem Geschichtsunterricht. Da ist etwa Italien 1925 oder Deutschland 1933 gemeint. Ist die Bezeichnung also vielleicht übertrieben? Nein, ist sie nicht. (…) Faschisten verstehen sich darauf, die Mechanismen der jeweiligen Zeit für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Das gilt sowohl für historische als auch moderne faschistische Gruppierungen. Der Kern bleibt der gleiche: Er ist zutiefst antidemokratisch – auch wenn manche Vertreter sich heutzutage gern als Verteidiger von Basisdemokratie inszenieren. Eines der prominentesten zentralen Merkmale von Faschismus zu allen Zeiten ist es, die vermeintlich schweigende Mehrheit für sich zu reklamieren. Faschisten nehmen für sich in Anspruch, sie allein würden (unabhängig von Wahlergebnissen) den »wahren Volkswillen« repräsentieren.
Andersdenkenden wird die Zugehörigkeit zum »homogenen Volk« hingegen kurzerhand abgesprochen. Dahinter steht eine äußerst problematische Annahme: der Glaube, sowieso eine einzigartige Verbindung vom »Volk« zu haben, die allen anderen Parteien abginge. Weitergedacht bedeutet das: Es braucht keine demokratischen Wahlen mehr. Letztendlich wollen Faschisten nichts Geringeres als eine Diktatur.

via perspective daily: Er ist wieder da: So sieht moderner Faschismus aus

AI Chatbot Shut Down After Learning to Talk Like a Racist Asshole

Imitating humans, the Korean chatbot Luda was found to be racist and homophobic. A social media-based chatbot developed by a South Korean startup was shut down on Tuesday after users complained that it was spewing vulgarities and hate speech. The fate of the Korean service resembled the demise of Microsoft’s Tay chatbot in 2016 over racist and sexist tweets it sent, raising ethical questions about the use of artificial intelligence (AI) technology and how to prevent abuse.
The Korean startup Scatter Lab said on Monday that it would temporarily suspend the AI chatbot. It apologized for the discriminatory and hateful remarks it sent and a “lack of communication” over how the company used customer data to train the bot to talk like a human. The startup designed Lee Luda, the name of the chatbot, to be a 20-year-old female university student who is a fan of the K-pop girl group Blackpink. Launched in late December to great fanfare, the service learned to talk by analyzing old chat records acquired by the company’s other mobile application service called Science of Love. Unaware that their information was fed to the bot, some users have planned to file a class-action lawsuit against the company. Before the bot was suspended, users said they received hateful replies when they interacted with Luda. Michael Lee, a South Korean art critic and former LGBTQ activist, shared screenshots showing that Luda said “disgusting” in response to a question about lesbians.

via vice: AI Chatbot Shut Down After Learning to Talk Like a Racist Asshole

“Zensurakt”: Youtube löschte Kickl-Rede im Parlament wegen Falschinfos

Die FPÖ attackiert in einer Aussendung die Regeln der Videoplattform gegen Fake-News zum Coronavirus. Kickls Rede wurde entfernt, da sie gegen die Regeln der Plattform verstoße. Zudem wurde der Account der FPÖ vorübergehend gesperrt. Youtube hat eine Parlamentsrede von FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl entfernt, weil diese gegen die im Falle medizinischer Falschinformationen geltenden Regeln verstoße. Die FPÖ bezeichnet das in einer Aussendung als “nächsten Anschlag” auf die “parlamentarische Redefreiheit”. Youtube hat zudem den Kanal, auf dem die FPÖ sämtliche Reden freiheitlicher Abgeordneter hochlädt, für eine Woche gesperrt.
Kickl polterte gegen Impfung In seiner Rede kritisierte Kickl die Schließung der Schulen durch die Regierung, obwohl Kinder “nicht die geringste Rolle” bei Ansteckungen spielen würden. Das sei den Verantwortlichen aber “alles wurscht”, denn sonst gäbe es keinen “unmenschlichen Maskenzwang” in Klassenzimmern. Die Regierung richte sich nach der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und bestünde aus “Lockdown-Fetischisten”.

via standard: “Zensurakt”: Youtube löschte Kickl-Rede im Parlament wegen Falschinfos

#Facebook verbietet vor #Bidens #Amtsübernahme #Werbung für #Waffenzubehör – #schauhin #terror

Anzeigen für Waffen und Munition sind bereits verboten. Das Unternehmen reagiert damit auf den Sturm auf das US-Kapitol. Facebook verbietet auf seinen Plattformen die Werbung für Waffenzubehör angesichts von Gewaltdrohungen rund um die Amtseinführung des neuen Präsidenten Joe Biden. Das Verbot gelte ab sofort und bis mindestens zwei Tage nach Bidens Amtsantritt am 20. Januar, wie der Konzern am Samstag (Ortszeit) mitteilte. Das Unternehmen betreibt die sozialen Netzwerk Facebook und Instagram sowie den Messaging-Dienst WhatsApp. “Wir verbieten bereits Anzeigen für Waffen, Munition und Waffenerweiterungen wie Schalldämpfer. Aber wir werden jetzt auch Anzeigen für Zubehör verbieten”, kündigte Facebook an. (…) Drei US-Senatoren hatten am Freitag einen Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg geschrieben. Darin forderten sie ihn auf, Werbung für Produkte, die eindeutig für den Einsatz im bewaffneten Kampf bestimmt sind, dauerhaft zu blockieren.

via standard: Facebook verbietet vor Bidens Amtsübernahme Werbung für Waffenzubehör

“Querdenker” – Über 10.000 Demonstranten gegen “Corona-Diktatur” – Ministerium will Polizeieinsatz evaluieren

Kritik an Polizei, die kaum einschritt, obwohl der Großteil der rund 10.000 Demonstranten keine Maske trug und Abstände nicht einhielt. Unter ihnen zahlreiche Rechtsextreme. Der in der “Querdenker”-Szene angekündigte “Tag der Befreiung” ist am Samstag nicht wie erhofft von der Bühne gegangen. Die acht Sternenmärsche zum Veranstaltungsort am Wiener Heldenplatz wurden seitens der Anmelder bereits im Vorfeld abgesagt, von den anfangs erwarteten mehreren Zehntausend Teilnehmern war man weit entfernt. Dennoch demonstrierten rund 10.000 Menschen in der Wiener Innenstadt gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung: Ohne Maske und ohne Abstand. Obwohl die Polizei im Vorfeld angekündigt hatte, dass Verstöße gegen die Corona-Regeln “nicht toleriert und konsequent angezeigt” werden, schritt die Polizei nur in vereinzelten Fällen ein. Auf Twitter hieß es, dass zahlreiche Anzeigen erstattet werden. Wie viele genau, ist noch nicht bekannt. Auf die Frage, warum man tausende Demonstranten ohne Maske und Abstand durch die Innenstadt ziehen lässt, ohne einzuschreiten, meint der ein Sprecher des Innenministeriums zum STANDARD: “Das kann man nur gleich beim Zustrom oder am Ende der Veranstaltung machen.” Dem Vernehmen nach herrscht im Innenministerium große Unzufriedenheit mit dem Einsatz der Wiener Polizei. Er soll evaluiert werden. Die Richtlinie, die Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) vor über einer Woche präsentiert hatte, wurde offensichtlich von den Beamten nicht angewandt. Wie bereits bei vergangenen Demonstrationen der “Querdenker”-Szene beteiligten sich auch dieses Mal Rechtsextreme: Das Innenministerium bestätigte dem STANDARD, dass der bekennende und mehrfach wegen NS-Wiederbetätigung verurteilte Neonazi Gottfried Küssel “mit zwei Bussen voll mit Gefolgsleuten aus Oberwarth” angereist war. Mit dabei alte Kameraden “aus dem Kreis der Vapo” (Volkstreue außerparlamentarische Opposition). Küssel gründete die Vapo 1986, veranstaltete mit ihr Wehrsportübungen und Kundgebungen und trat für die Wiedereinführung er NSDAP als Wahlpartei ein. Auch der Chef der österreichischen Identitären und ihrer rechtsextremen Nachfolgeorganistation Martin Sellner nahm mit einer Gruppe aus zirka 20 Gleichgesinnten an der Demonstration teil (…) Als sich der Demozug kurz nach 16 Uhr näherte, skandierten die linken Aktivisten: “Wir impfen euch alle!”. Die Polizei trug die Sitzblockierer daraufhin weg, kesselte sie ein und stellte ihre Identitäten für Anzeigen fest. Fünf Personen wurden außerdem festgenommen, vier weil sie sich nicht ausweisen konnten, eine weitere wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt, sagt ein Polizeisprecher. Es kam auch zu gewaltsamen Übergriffen. Ein Journalist wurde von einem rechten Mob verprügelt. Da er mit Helm und Schutzweste ausgestattet war, konnten schlimmere Verletzungen vermieden werden – trotz Schlägen ins Gesicht. Die Polizeisondereinheit Wega ging dazwischen, der Journalist erstattete Anzeige. Der Mob ging nach dem Angriff mit dem Demozug weiter. Wegen bereits vermehrter Übergriffe auf Journalisten am Rande der “Querdenker”-Demos stellte die Polizei Wien extra zwei Kontaktbeamte für Medienschaffende zur Verfügung. Zu dem konkreten Vorfall konnten jedoch noch keine Angaben gemacht werden.

via destandard: “Querdenker” – Über 10.000 Demonstranten gegen “Corona-Diktatur” – Ministerium will Polizeieinsatz evaluieren

Auf der Demonstration wurden die Corona-Regelungen – die Maskenpflicht sowie Mindestabstände systematisch und vorsätzlich ignoriert. Die Polizei schritt dagegen nur sehr vereinzelt ein. Es gab zumindest eine Anzeige wegen Wiederbetätigung aufgrund eines Hitlergrußes. pic.twitter.com/CzGiSDStrb

— Presse Service Wien (@PresseWien) January 16, 2021

#Verwaltungsgerichtshof: #Querdenker dürfen auch nicht in Stein demonstrieren – #covidioten

Ursprünglich geplante Demonstration in Nürnberg war bereits verboten worden. Nachdem die Querdenker-Bewegung in Nürnberg ein Verbot ihrer angemeldeten Demonstrationen kassiert hatten, hatten sie versucht, nach Stein bei Nürnberg auszuweichen. Doch auch hier entschied nun – letztinstanzlich – der Bayerische Verwaltungsgerichtshof: Auch diese Demo bleibt verboten. Für Nürnberg hatten “Querdenker” in diversen Kanälen zu einem – ebenfalls verbotenen – “Gottesdienst” am Sonntag aufgerufen, was vor allem bei den Kirchen Entsetzen hervorruft. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies am Samstag, 16. Januar, die Beschwerde des Veranstalters einer in Stein bei Nürnberg geplanten Versammlung unter dem Motto “Söder, wir kommen wieder! Friede, Freiheit & Demokratie” ab. Es bestätigte damit – wie zuvor das Verwaltungsgericht Ansbach – das Versammlungsverbot des Landratsamts Fürth. Zur Begründung führte der für das Versammlungsrecht zuständige 10. Senat aus, dass die Versammlungsbehörde aufgrund von Erfahrungen aus vergleichbaren Versammlungen der Querdenker-Szene zu Recht davon ausgegangen sei, dass es bei der Durchführung zu infektionsschutzrechtlich unvertretbaren Zuständen kommen werde. In der Vergangenheit, zum Beispiel bei der eigentlich verbotenen Demo am 3. Januar, hatten sich hunderte Menschen auf dem Nürnberger Hauptmarkt versammelt und waren vielfach ohne Masken und Abstand laut schreiend herumgesprungen.

via nordbayrn: Verwaltungsgerichtshof: Querdenker dürfen auch nicht in Stein demonstrieren

‘We blitzed our way in’ | Man who witnessed woman shot by Capitol #Police during #Capitol #riots arrested – #terror

Thomas Baranyi is charged with disorderly conduct and violent entry of a restricted building.. A New Jersey man who admitted on camera to being part of the mob that attacked the U.S. Capitol on Jan. 6 and claiming to have witnessed a woman being shot by police has been arrested. Thomas Baranyi is charged with disorderly conduct and violent entry of a restricted building. He was interviewed by WUSA9’s Ariane Datil immediately following the insurrection, and in the interview, he states his full name and state of residence before sharing details about how he gained access to the building. “We tore through the scaffolding, through flash bangs and tear gas and blitzed our way in through all the chambers just trying to get into Congress,” Baranyi said. The 28-year-old showed Datil and her camera blood on his hand, which he claims was the blood of 35-year-old Ashli Babbit who was fatally shot by Capitol Police.
“We had stormed into the chambers inside and there was a young lady who rushed through the windows,” he said. “A number of police and Secret Service were saying ‘get down, get out of the way.’ She didn’t heed the call and as we kind of raced up to try to grab people and pull them back, they shot her in the neck, and she fell back on me.” Baranyi said that what happened to Babbitt could have just as easily happened to him. “It could have been me, but she went in first,” Baranyi said. The FBI cites WUSA9’s interview with Baranyi in a criminal affidavit, using many of his quotes from the interview as reasoning to issue an arrest warrant. Baranyi has been released on an unsecured bond.

via wusa9: ‘‘We blitzed our way in’ | Man who witnessed woman shot by Capitol Police during Capitol riots arrested

screenshot; source: https://drive.google.com/viewerng/viewer?url=https://interactive.wusa9.com/pdfs/Thomas-Baranyi-Court-Docs.pdf

Far-right website 8kun again loses internet service protection following Capitol attack

Shell company owned by two Russians cut ties with internet host of 8kun, which has been linked to other acts of violence. A far-right website that was among the platforms used to organize the deadly violence at the US Capitol has again been forced to find new internet service protection after a shell company owned by two Russians and registered in Scotland cut ties with the platform’s internet host. The website 8kun, which was previously known as 8chan, has long been one of the preferred platforms of the far right and followers of the baseless conspiracy theory QAnon. It was used by rioters ahead of the 6 January attack to mobilize other “patriots” to “help storm the Capitol”, with some on the message board debating which politicians to kill once they got inside. In the aftermath of the riot, users continued to post content fomenting violence, including maps of government buildings to target and combat techniques for a proposed civil war.
But the site also cannot function without platform protection services that prevent DDoS attacks, or distributed denial of service attacks, and few providers have been willing to work with it. Following its removal from Cloudflare, 8kun, throughVanwaTech, worked with Oregon-based CNServers LLC for DDoS protection. That company, too, cut ties with 8kun when it was alerted to the site’s violent history. Since October 2020, 8kun received DDoS protection from DDoS-Guard, a company that provides protection to a number of controversial websites, including neo-Nazi site the Daily Stormer. 8kun’s ties to DDoS-Guard were first reported by the security researcher and journalist Brian Krebs. This week, DDoS became the latest company to cut ties with 8kun’s hosting company VanwaTech, following inquiries from the Guardian. 8kun is now being hosted by the US-based firm FiberHub, which is based in Las Vegas, Nevada, according to analysis from independent web researcher Ron Guilmette viewed by the Guardian. FiberHub does not provide infrastructure directly to 8chan but does support VanwaTech as a client, the co-founder and chief technology officer Rob Tyree confirmed to the Guardian by email.

via guardian: Far-right website 8kun again loses internet service protection following Capitol attack

A mysterious Scottish company owned by two Russians helped keep the far-right website 8kun online, used to plot last week's Capitol attacks. The Russians' other clients include the ministry of defence in Moscow. Story by @kari_paul, me and @severincarrell https://t.co/EPASa5Vbbf

— Luke Harding (@lukeharding1968) January 15, 2021

Nancy #Pelosi says #lawmakers who aided in #Capitol attack may be #prosecuted

House speaker’s comments come after a congresswoman said she saw colleagues leading ‘reconnaissance’ tours before the riot. House speaker Nancy Pelosi has said it is possible that members of Congress could face prosecution if found to have “aided and abetted” the violent attack on the Capitol earlier this month that left five people dead. “Justice is called for as we address insurrection perpetrated against the Capitol last week,” the Democratic speaker told reporters on Friday. “If, in fact, it is found that members of Congress were accomplices to this insurrection,” the Democratic speaker said on Friday. “If they aided and abetted the crime, there may have to be actions taken beyond the Congress in terms of prosecution for that.” Pelosi’s comments came after Mikie Sherrill, a Democratic congresswoman of New Jersey, said she saw colleagues leading groups on “reconnaissance” tours of the Capitol a day before the riot. More than 30 Democrats have signed on to a letter, spearheaded by Sherrill, seeking more information about the tours that took place at the Capitol on 5 January. At the press conference – her first since the House impeached Donald Trump for a second time over his role in encouraging the pro-Trump mob – Pelosi announced there would be a review of Capitol security.

via guardian: Nancy Pelosi says lawmakers who aided in Capitol attack may be prosecuted

Nancy Pelosi says lawmakers who aided in Capitol attack may be prosecuted https://t.co/9ZReC4pGtf

— Guardian news (@guardiannews) January 15, 2021

The #FBI Is Using Baked Alaska’s Livestream to Track Down #Capitol Hill #Rioters

In a massive self-own, the FBI is using the far-right media personality’s livestream to track down Capitol Hill rioters. The riots at Capitol Hill were streamed live across the internet. Far-right personality Tim Gionet, known as Baked Alaska, was there and streamed the riot for an hour, starting outside of the capitol before moving inside the building and interviewing participants. “Happy, happy day,” Gionet said at the beginning of his stream while police sirens wailed in the background. Now, the FBI is using footage from his livestream to track down Capitol Hill rioters in a self-own for the ages. The FBI has put out several calls for help from the public as it continues to prosecute the Capitol Hill rioters, including a call for information about the well-known conspiracy theorist Jacob Chansley, also known as Jake Angeli and the QAnon Shaman. This latest call includes 10 photographs with at least two, photograph 74 and 76, pulled from Gionet’s livestream. This connection was first identified by Bloomberg technology’s William Turton. Gionet is a former Buzzfeed employee turned far-right media personality. Gionet has been kicked off most major social media platforms for various offenses, including getting banned from Uber for expressing white supremacist views. On January 6, he streamed the Capitol riots onDLive, an alternative to Twitch, from which he was also banned. DLive suspended Gionet’s account after the Capitol riots and removed his video, but archivists had already saved copies of it. Gionet moved through the Capitol building with confidence, talking to his fellow rioters and joking around. Viewers chimed in with comments that ran in a scroll on the left side of the screen. “GET PELOSI’S COMPUTER,” one user wrote.

via vice: The FBI Is Using Baked Alaska’s Livestream to Track Down Capitol Hill Rioters

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