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fascism is not an opinion - fascism is a crime
Updated: 17 hours 27 min ago

94-year-old Former SS Guard Goes on Trial Over Complicity in Deaths of Hundreds

Wed, 09/26/2018 - 23:44

The man will be tried before a juvenile court in Germany as he was under 21 when hundreds of prisoners at the Stutthof Nazi concentration camp were murdered. A former SS guard, now 94, will go on trial on charges of complicity in the mass murders of several hundred prisoners at the Stutthof Nazi concentration camp. The regional court of Muenster in western Germany on Friday ordered the unnamed man to be tried before a juvenile court beginning on November 6. He was not yet 21 at the time of the murders. He is accused of complicity in the murders of several hundred camp prisoners between 1942 and 1945.. This includes more than 100 Polish prisoners gassed to death on June 21 and 22, 1944, and “probably several hundred” Jewish prisoners August to December 1944, the French news agency AFP reported. Prosecutors say that the man knew about the murders at the Nazi camp the camp and that the guards were essential to the killings.

via haaretz: 94-year-old Former SS Guard Goes on Trial Over Complicity in Deaths of Hundreds

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Nazi statt Soli

Wed, 09/26/2018 - 23:37

Der Staatshaushalt braucht Geld? Wir hätten einen Vorschlag. Ein Onlineshop im Osten bietet aktuell Autoaufkleber mit gelbem Stern an, darauf statt »Jude« die Inschrift »Sachse«. Der zehn Zentimeter große Sticker kostet 2,99 Euro. Für 1,50 Euro gibt es das Teil auch als Button für die Bomberjacke. »Viel Spaß damit«, wünscht der Verkäufer. Nun ja, neu ist der Jux nicht. Mit nachgemachten Judensternen haben sich in der Vergangenheit schon Raucher, Kampfhundebesitzer, Hartz-IV-Empfänger und Muslime zu Opfern stilisiert. Unterhalb von Holocaust-Vergleichen tut es in Deutschland bekanntlich keiner mehr. Da gilt Godwins Gesetz, wonach mit zunehmender Dauer von Internet-Diskussionen die Wahrscheinlichkeit steigt, dass jemand einen Nazi-Vergleich einbringt. Finanzamt Was mich allerdings wundert, ist, dass die Behörden hier noch nicht aktiv geworden sind. Nein, nicht Polizei oder Staatsanwaltschaft. Ich denke eher an das Finanzamt. Das sucht bekanntlich immer nach neuen Einnahmequellen. Das hier wäre eine. Die Urheberrechte am Judenstern liegen schließlich beim deutschen Staat. Der hat die Kennzeichnung 1941 eingeführt. Die Bundesrepublik als Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches besitzt damit das Copyright. Nur haben die zuständigen Beamten bisher offenbar verpennt, für die Nutzung auch Gebühren zu erheben. Vielleicht war der Grund auch, dass dieses Erbe peinlich war und man nicht daran erinnert werden wollte.

via jüdische allgemeine: Nazi statt Soli

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Ces néo-nazis niçois qui sévissent en toute impunité sur le web et dans les rues de la ville

Wed, 09/26/2018 - 23:35

Les communistes niçois demandent la dissolution de “Nice Nationaliste”. Ces héritiers de l’Œuvre française, un mouvement qui se revendique fasciste et qui a été interdit en 2013 après la mort du jeune Antifa Clément Méric, prospèrent à Nice depuis plusieurs années. En toute impunité. Sur ses comptes Twitter, Facebook ou Telegram suivis par plusieurs centaines de personnes, ce groupuscule d’ultra-droite fait l’apologie du IIIe Reich, commémore l’anniversaire de la mort d’Hitler et célèbre Mussolini comme “le plus grand homme d’État italien du XXe siècle.” Dans la ligne de leurs maîtres en propagande, Yvan Benedetti (ancien patron de l’Œuvre française et porte-parole du parti nationaliste français) et Ryssen (plusieurs fois condamné pour ses propos antisémites), les membres de “Nice nationaliste” déversent leur haine des juifs, des immigrés, des migrants, des gays, etc. Sur leur chaîne YouTube, ils se mettent en scène, défenseurs de la “race blanche”, visages masqués par des pastilles ou des têtes de mort, et paradent en serial colleurs d’autocollants dans les rues de Nice, de la place Garibaldi au lycée Masséna. Sur une vidéo publiée il y a quelques semaines, ils n’hésitent pas à insulter le maire de Nice, Christian Estrosi. Mais leur cible préférée reste la “racaille rouge”, les communistes. Sur leur page Facebook, ils revendiquent implicitement la dégradation des locaux des jeunes communistes, rue François-Guisol, des faits qui remontent au mois de juin dernier.

via nicematin: Ces néo-nazis niçois qui sévissent en toute impunité sur le web et dans les rues de la ville

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Williamsburg Cafe Accused of White Supremacy Closes Following Viral Tweet

Wed, 09/26/2018 - 23:32

Williamsburg cafe Sands’ has temporarily closed after owner Guy Sands received “organized threats,” he says — a barrage that started following a viral tweet alleging that he is affiliated with racist, white supremacist groups like the Proud Boys. He denies the associations. The tweet points to a Vanity Fair article naming Sands as an attendee at a 2016 party thrown by controversial alt-right media figurehead Milo Yiannopoulos following his ban from Twitter — “I’ve always been a contrarian,” Sands tells the VF reporter. The tweet, sent on September 25, also accuses Sands of running an alt-right Twitter account before opening the Brooklyn cafe. The writer of the tweet did not respond to requests for comment, though Eater has confirmed that the Sands named in the article is also the owner of the cafe. WHATS UP NYC PLEASE DONT SUPPORT THIS SHMUCK pic.twitter.com/iO2YIzsWfz — Colin Hagendorf (@ColinHagendorf) September 25, 2018  The message quickly picked up steam and was shared more than 700 times across the platform. It has spread to other social media platforms like Instagram, too. More than a dozen negative reviews have since appeared on the cafe’s Yelp page, bringing its overall rating down to 2.5 stars. (There were only six reviews before the tweet.) The first-ever review was recorded this month, suggesting the cafe at 855 Grand St. is a new face on the block. Sands, a registered Republican in Greenpoint, denies that he is affiliated with any white supremacist group, telling Eater that the social media firestorm has put his new business and family in danger. He opted to close the coffee shop on Wednesday.

via eater: Williamsburg Cafe Accused of White Supremacy Closes Following Viral Tweet

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Nach Neonazi-Attacke auf Linken-Politiker Özcetin im Zug nach Saarbrücken

Wed, 09/26/2018 - 23:19

Rund ein halbes Jahr nach der Neonazi-Attacke im Zug nach Saarbrücken auf den Linken-Politiker Gökdeniz A. Özcetin, wird im Dezember 2018 der 39-Jährige Rechtsextremist Alexander Flätgen vor Gericht stehen. Dem Sulzbacher wird seitens Staatsanwaltschaft Zweibrücken schwere Körperverletzung vorgeworfen. Alexander Flätgen und ein weiterer Täter, soll hier eine Frau aus St. Ingbert und den noch damals 17-Jährigen Gökdeniz A. Özcetin aus Landstuhl angegriffen haben. Der Sulzbacher war am 03. März 2018 auf dem Rückweg von einer Demonstration in Kandel/Rheinland-Pfalz. Er soll Özcetin eine Kopfnuss verpasst haben. Auslöser war offenbar der Streit um einen zerrissenen NPD-Wurfzettel.

via wochenblatt-reporter: Nach Neonazi-Attacke auf Linken-Politiker Özcetin im Zug nach Saarbrücken

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Schüler der Limesschule Idstein prüfen wie rassistisch die Stadt wahrgenommen wird.

Wed, 09/26/2018 - 23:09

Die Schüler der Limesschule Idstein haben in einer Umfrage erfasst, wie rassistisch Idstein von anderen Schülern wahrgenommen wird. Feststeht, auch Idstein ist keine „Insel der Seligen“. Ja, Rassismus ist ein Thema. Auch in Idstein. Das haben Schüler der Limesschule in einer Umfrage herausgefunden. Doch was genau ist eigentlich Rassismus und wie äußert er sich in Idstein? Die Ergebnisse der Umfrage stellen die Schüler zusammen mit dem Verein Idstein bleibt bunt im Rahmen der interkulturellen Woche bei einem Gesprächsabend in der Limesschule vor. Mit den Worten „When you’re weary, feeling small, when tears are in your eyes” (Wenn du müde bist, dich klein fühlst, wenn du Tränen in den Augen hast) beginnt die Limes Rockband den Abend. Das bekannte Lied von Simon & Garfunkel „Bridge over troubled water“ kann auch als Metapher für die Limesschule verstanden werden. Denn Schuldirektorin Angelika Deinhardt hat eine Vision und sieht ihre Schule als Brücke über den Rassismus hinweg. „Wir wollen ein Ort sein, an dem es keinen Rassismus gibt. An dem jeder weiß, jeder ist ein Mensch wie ich.“ Auch die Umfrage der Schüler des UNESCO-Kurses zielte darauf ab, herauszufinden wie rassistisch die Schule und auch Idstein von den Schülern empfunden wird. In einem selbst gefilmten Video stellen die Schüler die Ergebnisse der Umfrage vor. Die Kernaussage: Ja, auch in Idstein gibt es rassistische Übergriffe. Doch bleiben es Ausnahmefälle und auch die Schulgemeinschaft als solches wird von den Schülern nicht als rassistisches Umfeld wahrgenommen. „Mich hat erschreckt, dass vor allem die Busfahrer im öffentlichen Nahverkehr als Quelle für Rassismus in Idstein benannt wurden“, sagt Schüler Lars Wedekind. Warum die Ergebnisse der Umfrage generell aber erstaunlich positiv ausgefallen sind, weiß Schülerin Maria Baust. „Wir haben in der Umfrage nicht speziell nach dem Thema Alltagsrassismus gefragt“, stellt sie fest.

via wiesbadener kurier: Schüler der Limesschule Idstein prüfen wie rassistisch die Stadt wahrgenommen wird.

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Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland seit der Wiedervereinigung

Wed, 09/26/2018 - 14:21

Nach Tagesspiegel- und Zeit-Online-Recherchen wurden seit 1990 mindestens 169 Menschen von extrem Rechten getötet. Die interaktive Karte stellt die Fälle dar. Die Zahl der Todesopfer rechter Gewalt seit der Wiedervereinigung ist deutlich höher als von der Bundesregierung gemeldet. Diese hatte im Juni in der Antwort auf eine Anfrage von Bundestagspräsidentin Petra Pau (Linke) von 83 Toten seit der Wiedervereinigung gesprochen. Recherchen des Tagesspiegels und von „Zeit Online“ ergaben, dass seit 1990 in Deutschland mindestens 169 Menschen von Neonazis und anderen extrem Rechten getötet wurden. Bei weiteren 61 Todesopfern gibt es zumindest Indizien für ein rechtes Motiv des Täters

via tagesspiegel: Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland seit der Wiedervereinigung

Lesenswert: Nach @Tagesspiegel– und @zeitonline -Recherchen wurden seit 1990 mindestens 169 Menschen von extrem Rechten getötet. Die interaktive Karte stellt die Fälle dar.#Antisemitismus #Rassismus #Antiziganismus #Homophobie #nonazis#Deutschland https://t.co/jMmKjwpH0J

— Recherche-& Informationsstelle Antisemitismus RIAS (@Report_Antisem) September 26, 2018

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Anklage gegen Ex-Vorstand der AfD-Jugend

Wed, 09/26/2018 - 08:49

Ein früherer Beisitzer der Jungen Alternative Hessen soll sich an Psychoterror beteiligt haben. Ihm werden Missbrauch von Notrufen sowie falsche Verdächtigung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft in Fulda hat Anklage gegen ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Jungen Alternative Hessen erhoben. Dem ehemaligen Beisitzer im Vorstand der AfD-Jugendorganisation, Toni R., werden Missbrauch von Notrufen sowie falsche Verdächtigung vorgeworfen. Konkret wird dem Angeschuldigten zur Last gelegt, sich im Februar 2017 gegenüber der Notrufzentrale als Andreas Goerke, Sprecher des antirassistischen Bündnisses „Fulda stellt sich quer“, ausgegeben und behauptet zu haben, dass dieser seine eigene Frau ermordet habe. Die falsche Selbstbezichtigung hatte einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst, bei dem nach Aussage Goerkes Polizisten mit gezogener Waffe vor seiner Haustür standen. Goerke sah sich zu diesem Zeitpunkt einer Psychoterror-Kampagne ausgesetzt, die in Morddrohungen gegen seine Familie gipfelte. Die meisten Vorfälle, darunter ein weiterer falscher Notruf, der zu einem Feuerwehreinsatz führte, konnten nicht aufgeklärt werden. Im Fall des mutmaßlich von Toni R. abgesetzten Anrufs allerdings war das Gespräch mitgeschnitten worden. Nach Informationen der FR wurde die Aufnahme vor einigen Wochen mehreren Zeugen vorgespielt. Mindestens einer davon soll dabei die Stimme von R. identifiziert haben. Angeklagter soll mit Tat „geprahlt“ haben Dass der Fall von Polizei und Staatsanwaltschaft wieder aufgegriffen werden konnte, ist einer Zeugenaussage zu verdanken. Wie die FR aus mehreren Quellen erfuhr, soll Toni R. bereits im vergangenen Jahr gegenüber mindestens einer Person mit seiner mutmaßlichen Tat „geprahlt“ und dabei auch tatrelevante Details genannt haben. Zu diesem Zeitpunkt war Toni R. noch aktives Mitglied der AfD. Fotos zeigen ihn mit dem Fuldaer Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann sowie den Direktkandidaten für die Landtagswahlkreise Fulda I und Fulda II, Jens Mierdel und Pierre Lamely. Nach Aussagen des ehemaligen Kreissprechers der Fuldaer AfD, Heiko Leimbach, waren die Vorwürfe dem Kreisverband bekannt. Ende 2017 – noch bevor die Ermittlungen gegen ihn aufgenommen wurden – schied R. aus nicht näher genannten Gründen aus der Partei aus.

via fr: Anklage gegen Ex-Vorstand der AfD-Jugend

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Razzia bei Reichsbürger

Wed, 09/26/2018 - 08:48

40 Beamte durchsuchen ein Haus und finden zwei Pistolen, mehrere Magazine, diverse Munition und zwei Schlagringe. Das Landeskriminalamt Sachsen hat am Dienstagnachmittag zusammen mit Kräften der Bereitschaftspolizei eine Razzia in Tauscha durchgeführt. Der Einsatzort befand sich direkt gegenüber vom Kinderhaus „Spatzennest“, mitten im Ort. Beamte hatten das Grundstück mit dem hohen Bretterzaun umstellt und durchsuchten das Haus nach Waffen und Drogen. Die Dresdner Staatsanwaltschaft hatte die Durchsuchung veranlasst. Lorenz Haase, Sprecher der Staatsanwaltschaft, bestätigte die Aktion. Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen 44-jährigen Deutschen aus der Reichsbürgerszene, teilt das Landeskriminalamt offiziell mit. Bei der Durchsuchung kamen sowohl Spezialisten des LKA Sachsen als auch Waffen- und Sprengstoffspürhunde sowie Rauschgiftspürhunde zum Einsatz. Im Ergebnis der Maßnahme wurden unter anderem zwei Pistolen, mehrere Magazine, diverse Munition und zwei Schlagringe beschlagnahmt.

via sz online: Razzia bei Reichsbürger

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Dortmunder Polizei ermittelt nun doch gegen Neonazis

Wed, 09/26/2018 - 08:47

Rechtsextremisten zogen mit Parolen wie “Wer Deutschland liebt, ist Antisemit” durch die Vorstädte. Nach dem rechtsextremen Aufmarsch im nordrhein-westfälischen Dortmund am Freitag ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft nun auch wegen Volksverhetzung, gaben die Behörden am Mittwoch bekannt. Ursprünglich hatten die Beamten, die den rechtsextremen Aufmarsch begleiteten, lediglich den Einsatz verbotener Pyrotechnik beanstandet. Nachdem in sozialen Netzwerken Videos verbreitet wurden, auf denen zu hören ist, wie etwa hundert Neonazis Parolen wie “Wer Deutschland liebt, ist Antisemit” brüllen, werden die Ermittlungen nun ausgeweitet. Der Anfangsverdacht ergebe sich “aus den skandierten Parolen, den gezeigten Spruchbändern und den äußeren Gesamtumständen der Demonstrationen”, teilten die Ermittler am Mittwoch mit. Es würden “umfangreiche Beweismittel wie Zeugenaussagen, Videos und Fotomaterial” ausgewertet. Laut Webseite der Dortmunder Polizei waren bei dem Aufmarsch 80 Beamte im Einsatz, sowohl uniformiert als auch in Zivilkleidung. Die Organisatoren der Kundgebung waren hingegen von dem geringen Polizeiaufgebot überrascht: “Beide Versammlungen wurden lediglich durch wenige Streifenwagen begleitet, fußläufig waren keine uniformierten Polizisten eingesetzt”, ist auf einem der Splittergruppe “Die Rechte” nahestehenden Blog zu lesen. Die Dortmunder Behörden werden seit Jahren kritisiert, weil rechte Aufmärsche dort weitgehend ungestört ablaufen können

via standard: Dortmunder Polizei ermittelt nun doch gegen Neonazis

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AfD fordert Grundgesetzänderung Religionsausübung soll verwirkt werden können

Wed, 09/26/2018 - 08:44

Für die Alternative für Deutschland (AfD) ist ihre beabsichtigte Grundgesetzänderung alternativlos. So steht es in dem Gesetzentwurf, den die Fraktion an diesem Donnerstag im Bundestag einbringen möchte: „Alternativen – Keine“. Es geht um Artikel 4 des Grundgesetzes, genauer um dessen zweiten Absatz. Dort heißt es: „Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“ Nach Meinung der AfD sollte das Bundesverfassungsrecht dieses Grundrecht künftig absprechen können. Brandner versucht einzuschränken „Es geht uns nicht darum, in die Glaubensfreiheit einzugreifen“, kommentierte der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner, auf den die Intervention zurückgeht, bei deren Vorstellung am Dienstag. Nach wie vor solle „selbstverständlich“ jeder glauben können, „an wen oder was er will“. Nur soll er seinen Glauben eben nicht mehr praktizieren dürfen, sofern seine Religionsausübung „offensichtlich gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung“ verstößt, lässt der Gesetzentwurf verlauten. Das Grundrecht auf ungestörte Religionsausübung sei „jenen vorbehalten, die den Staat als obersten weltlichen Normgeber akzeptieren und sich seinen Geboten und seiner Wertordnung unterwerfen“, heißt es weiter.

via berliner zeitung: AfD fordert Grundgesetzänderung Religionsausübung soll verwirkt werden können

Hier ist der Gesetzentwurf der #AfD zur #Religionsfreiheit. Das ist brandgefährlich und die Begründung hahnebüchen. Es wird keine Mehrheit finden, aber die Worte zeigen den faschistischen Geist dieser Partei. Wehret den Anfängen! https://t.co/mrlA3a3NMK #Grundrechtsverwirkung

— John Thon • (@J0HNTH0N) September 25, 2018

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Nach rassistischer Beschimpfung: Sportgericht des Fußballbezirks Hochrhein verurteilt Zuschauer zu 500 Euro Geldstrafe

Wed, 09/26/2018 - 08:35

Urteil zum Spielabbruch beim FC Weizen wegen rassistischer Beschimpfung eines afrikanischen Spielers. Spruchkammer des Fußball-Bezirks Hochrhein wertet Partie mit 4:1 für die Gastgeber. Keine Strafe für SC Lauchringen für das solidarische Verlassen des Spielfeldes. Nachdem Kebba Manneh, hier beim Interview mit dem SWR-Fernsehen, beim Spiel des SC Lauchringen beim FC Weizen von einem Zuschauer rassistisch beleidigt wurde, verließ seine Mannschaft aus Solidarität mit ihm das Spielfeld. Nun liegt das Urteil der Spruchkammer des Bezirks Hochrhein vor. Die Spruchkammer des Bezirks Hochrhein hat den Zuschauer, der gegen Ende der Partie des FC Weizen gegen den SC Lauchringen am 8. September den Lauchringer Spieler Kebba Manneh (Mamadou) rassistisch beleidigt hat, zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt. Das teilte der Südbadische Fußballverband mit Kebba Manneh, genannt Mamadou, gestern bei den TV-Aufnahmen des SWR. Der Beitrag lief gestern Abend in der Landesschau.
Regiosport Hochrhein Ein Spielabbruch und seine Folgen: Rassismus-Vorfall bei Fußballspiel am Hochrhein schlägt hohe Wellen
Der Zuschauer habe sich „telefonisch beim Spieler entschuldigt und dieser hat die Entschuldigung auch angenommen“, schrieb der Verband. Dies sei bei der Höhe der Strafe berücksichtigt worden. Der FC Weizen hatte sich zudem für die Vorkommnisse entschuldigt. Auch dies sei gewürdigt worden. Darüber hinaus stellte der Verband klar: “Die Höhe der Geldstrafe soll der Nachahmungsgefahr wirkungsvoll vorbeugen und deutlich zum Ausdruck bringen, dass der SBFV und seine Entscheidungsträger, solche Vorkommnisse nicht sehen wollen.”

via südkurier: Nach rassistischer Beschimpfung: Sportgericht des Fußballbezirks Hochrhein verurteilt Zuschauer zu 500 Euro Geldstrafe

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Umgang mit AfD – Tabubruch in Sachsen-CDU?

Wed, 09/26/2018 - 08:33

Der neue Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen, Hartmann, schließt eine Koalition mit der AfD nach der Landtagswahl im kommenden Jahr nicht ausdrücklich aus. Er werde dazu aus Respekt vor den Wählern „keine Aussage treffen“, sagte Hartmann im MDR-Hörfunk: „Die Wählerinnen und Wähler werden im September nächsten Jahres entscheiden. Und dann gilt es, vernünftige Entscheidungen zu treffen.“

via deutschlandfunk: Umgang mit AfDTabubruch in Sachsen-CDU?

siehe auch: Sachsens CDU-Fraktionschef Christian Hartmann verweigert Nein zu Koalition mit AfD. Der neue Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen, Christian Hartmann, hat erneut ein Nein zu einer Koalition mit der AfD nach der Landtagswahl im nächsten Jahr verweigert. “Das werden Sie jetzt von mir in dieser Form auch nicht hören”, sagte Hartmann am Mittwoch in einem Interview des Radiosenders MDR Sachsen auf eine entsprechende Frage. Es gelte, nach der Wahl am 1. September vernünftige Entscheidungen zu treffen. “So weit ist das Kaffeesatzleserei.” Bereits am Vortag hatte Hartmann unmittelbar nach seiner Wahl zum neuen Fraktionschef eine Koalition mit der AfD nach der Landtagswahl offengelassen.

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Urteil nach Schüssen auf Flüchtling Zwei Welten in Torgau

Wed, 09/26/2018 - 08:28

Ein Rechter schießt auf einen syrischen Flüchtling, der Mann überlebt nur knapp. Das Landgericht Leipzig hat den Täter nun schuldig gesprochen. Seine Gesinnung spielte im Prozess eine zentrale Rolle. In der Sommernacht des 7. Juli 2017 packt Kenneth E. die Wut. Der 44-Jährige sitzt im sächsischen Torgau bei einem Freund in der Wohnung und schaut vom Fenster hinaus auf den Marktplatz. Er hört das Gebrüll eines Freundes, erkennt seine Kumpels, die sich lautstark mit einer Gruppe junger Flüchtlinge streiten. Kenneth E. greift zu einer kleinen schwarzen Pistole auf der Fensterbank, hastet die Treppe hinunter, läuft auf die Gruppe zu und schießt aus zwei Metern Entfernung auf den Oberkörper von Fawad A. aus Syrien. Als der Angeschossene sich zurückziehen will, schießt E. nochmal, die Kugel verfehlt das Herz des 22-Jährigen nur um zwei Zentimeter. Der Syrer überlebte nach einer Notoperation, 17 Tage verbrachte er danach im Krankenhaus. Im Prozess gegen Kenneth E. berichtete er von Angstzuständen, er traue sich seit den Schüssen nachts nicht mehr auf die Straße. Das Landgericht Leipzig hatte keine Zweifel an der Schuld von Kenneth E. und verurteilte ihn an diesem Montag wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung zu 13 Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung. (…) Schon in seiner Jugend war Kenneth E. Mitglied in der Rockergruppe “Highway Wolves”, die in Neunzigerjahren Konzerte veranstaltete, bei denen rechtsradikale Gruppen auftraten. In dieser Zeit beging Kenneth E. einen Mord, für den er 18 Jahre Haft absitzen musste. Auch bei dieser Tat hatte er zweimal auf sein Opfer geschossen. Bei der Hausdurchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei im vergangenen Jahr Weinflaschen, beklebt mit einem Adolf-Hitler-Motiv. Ähnliche Bilder hatten die Beamten schon in seiner Zelle gefunden, als er seine erste Haftstrafe absaß. Ein Gutachter sagte im Prozess, E. habe eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, er könne keine Empathie für andere empfinden. Zudem habe er einen Hang zu Waffen und sei drogenabhängig. Kenneth E. soll sich vor einem Freund gebrüstet haben, er habe dem Syrer “eine Stahlkugel” verpasst – so berichtete es ein Zeuge im Prozess. Kenneth E. ist zweifelsfrei ein Rechter, so sieht es auch das Gericht in Leipzig. Die Indizien reichten jedoch nicht aus, die rechte Gesinnung als tatsächlichen Beweggrund für die Schüsse festzustellen, begründete die Kammer.

via spon: Urteil nach Schüssen auf Flüchtling Zwei Welten in Torgau

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“Aquarius 2” – Flüchtlinge dürfen in Malta an Land

Tue, 09/25/2018 - 13:35

Die 58 Flüchtlinge an Bord der “Aquarius 2” dürfen in Malta an Land gehen. Von dort aus werden sie “unverzüglich” auf vier andere Länder verteilt. Die Frage, wo sich das Rettungschiff registrieren lassen kann, bleibt ungeklärt. Die vom Rettungsschiff “Aquarius 2” aufgenommenen Flüchtlinge dürfen in Malta an Land gehen. Die Regierung in Valletta teilte mit, ein maltesisches Schiff werde die 58 Menschen aufnehmen und an Land bringen, sie würden dann “unverzüglich” auf andere Länder verteilt. Das Schiff der Organisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée befindet sich derzeit in der Nähe von Malta, es hatte zuvor darum gebeten, in Frankreich anlegen zu dürfen. “Erneut treten Malta und Frankreich vor, um eine Lösung aus der Sackgasse im Umgang mit Migranten zu finden”, sagte der maltesische Premierminister Joseph Muscat. “Gemeinsam mit Emmanuel Macron wollen wir zeigen, dass eine multilaterale Herangehensweise möglich ist.”

via tagesschau: “Aquarius 2” Flüchtlinge dürfen in Malta an Land

Nach 5! Tagen findet die #Aquarius2 endlich einen Anladehafen für 58 getrettete #Geflüchtete. Was für ein Tiefpunkt der Humanität, ein Tiefpunkt der europäischen Politik. #seebrücke https://t.co/ADy88ii6ku

— Jule Nagel (@luna_le) September 25, 2018

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Ober-Ramstadt: Frau beleidigt und beschimpft – #kaltland #schauhin

Tue, 09/25/2018 - 13:26

Eine Frau, die sich in Begleitung ihres Großvaters befand, wurde am Montagnachmittag (24.09.2018) von einer Personengruppe in verachtender Weise beschimpft. Die 32-Jährige befand sich auf dem Fußweg von der Leuschnerstraße in Richtung Hammermühle, als sie von einer Personengruppe, die sich in diesem Bereich aufgehalten hatte, mit fremdenfeindlichen Worten beleidigt wurde. Zudem riefen und gestikulierten mehrere Personen aus der Gruppe heraus Naziparolen.

via presseportal: Ober-Ramstadt: Frau beleidigt und beschimpft

POL-DA: Ober-Ramstadt: Frau beleidigt und beschimpft https://t.co/Dz3dR0l54v – daß es rassistisch, oder wie Ihr es nennt, „fremdenfeindlich“ war, hätte ruhig in die Überschrift dürfen, liebe Darmstädter Polizei. #kaltland

— Atari-Frosch Blumenkind #18er (@AtariFrosch) September 25, 2018

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Swedish prime minister to resign after losing no confidence vote

Tue, 09/25/2018 - 13:22

Sweden’s prime minister will be stripped of his position after losing a vote of no confidence on Tuesday, as the country grapples with a hung parliament and a surge in support for a radical nationalist party in elections earlier this month. Stefan Lofven, the leader of the Social Democratic Party who has been prime minister for four years, will continue in a caretaker role until a new government can be formed that has the command of the Riksdag. Mr Lofven lost the vote as Sweden’s centre-right parties joined forces with the hard-Right Sweden Democrats party to vote against him – an unprecedented move in Swedish politics that will lead to weeks of uncertainty. Swedish MPs voted 204-142 against Lofven, while three abstained. The vote was mandatory after the September 9 election delivered a hung parliament. Though the hard-Right Sweden Democrats made major gains in the election, securing 17.5 per cent of the vote, all mainstream parties in the Riksdag have refused to join forces with the group, citing its neo-Nazi roots.

via telegraph: Swedish prime minister to resign after losing no confidence vote 

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Warum Chemnitz nicht der Hambacher Forst ist

Tue, 09/25/2018 - 11:14

Wieso muss jemand in Zeiten von Chemnitz und Köthen vor linksextremer Gewalt warnen? Es liegt an der schrägen Idee vom Hufeisen. Eine Replik auf Eckhard Jesse. Auf eines kann man sich verlassen: Hetzt in Deutschland der rechte Mob, werden Menschen von Neonazis mit dem Tode bedroht, melden sich früher oder später Extremismusforscher zu Wort und mahnen, man dürfe aber auch die linksextreme Gewalt nicht vergessen. Diese werde in der Bundesrepublik nämlich unter-, die rechte hingegen überschätzt. Einer dieser Experten heißt Eckhard Jesse. Im Tagesspiegel hat er gerade die Gewalttaten der Rechten in Chemnitz mit denen linker Umweltaktivisten im Hambacher Forst gleichgesetzt. Das ist erstens abenteuerlich und erfüllt zweitens einen Zweck. Die Ausführungen solcher Extremismusforscher haben einen wahren Kern, der allerdings so simpel und banal ist, dass es dafür keinen Expertenrat braucht. Nämlich: Gewalttaten gehören in einem Rechtsstaat verfolgt, ganz egal, aus welcher Richtung sie kommen. (…) Die Frage ist, warum die mahnenden Stimmen gerade dann besonders laut werden, wenn die Öffentlichkeit über rechte Gewalt erschrickt – wenn auf der Straße sichtbar wird, wie sich aggressiver völkischer Nationalismus Raum nimmt? Was sind das für Menschen, die ausgerechnet dann über linksextreme Gewalt sprechen wollen? (…) Zur Vorgehensweise von Experten wie Eckhard Jesse gehört es, dass sie beteuern, Links- und Rechtsextremismus nicht miteinander gleichsetzen zu wollen, um dann genau das ausgiebig zu tun. In seinem Tagesspiegel-Beitrag hat Jesse die Taten von Chemnitz in einem Satz abgehandelt, um dann mit sechs Mal so vielen Worten die der Umweltaktivisten anzuprangern. Er beschreibt, wie sich “teilweise angekettete” Aktivisten in rechtswidrig entstandenen Baumhäusern verschanzten, wie Polizisten mit Fäkalien beworfen wurden. Und er kommt eben nicht zu dem Schluss, dass ein Vergehen schwerer wiegt als das andere. Dass Fäkalienwürfe zwar eklig und dumm sind, aber nicht mit Morddrohungen und Übergriffen gegen Andersdenkende und Journalisten vergleichbar sind. Jesse lässt alles gleichwertig nebeneinander stehen. Genau das ist Gleichsetzung. (…) Was seltsamerweise nie passiert: dass ein Extremismusforscher nach tagelanger Berichterstattung über linke Gewalt – etwa bei den G20-Protesten in Hamburg – ankommt und mahnt: “Wir dürfen aber die rechtsextreme Gewalt nicht vergessen!”
Was also treibt einen wie Jesse dazu, in Zeiten von Chemnitz und Köthen unbedingt über linke Gewalt sprechen zu müssen?
Eckhard Jesse ist ein Mann, der den Aufstieg der AfD nicht als Gefahr, sondern als “Zeichen einer Normalisierung” wertet. Heribert Prantl bescheinigte ihm schon vor Jahren die “Verharmlosung rechtsextremer Umtriebe”. Wer wissen will, wie Jesse tickt, sollte sich seinen Aufsatz “Philosemitismus, Antisemitismus und Anti-Antisemitismus” durchlesen, er ist bereits 30 Jahre alt. Darin fordert Jesse, “die selbstquälerische Form der Vergangenheitsbewältigung” der Deutschen müsse endlich ein Ende finden. Er mokiert sich über alle, die die Singularität des Nationalsozialismus als gegeben sehen. “Die (Gretchen-)Frage nach der Singularität lässt sich nur wissenschaftlich entscheiden und nach Vornahme eines Vergleichs: In welchem Verhältnis steht etwa die Judenvernichtung zu Stalins Massenmord an den sieben Millionen Ukrainern?” Ein antisemitischer Klassiker Der Aufsatz zeigt, wie sich die Gefahr von rechts systematisch kleinschreiben lässt. Jesse behauptet etwa, in der Bundesrepublik sei Rechtsextremismus “mehr Phantom als Realität”, Andersdenkenden unterstellt er Hysterie. Dem damaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden wirft Jesse vor, “mit schrillen Worten vor ,neofaschistischen’ Umtrieben zu warnen”. Er fordert, nicht auf herbeifantasierten Antisemitismus hereinzufallen: “Jüdische Organisationen brauchen Antisemitismus in einer gewissen Größenordnung, um für ihre Anliegen Gehör zu finden.” Sogar der antisemitische Klassiker, wonach die Juden selbst schuld sind am Judenhass, fehlt bei ihm nicht. Jesse schreibt: “Auf Dauer dürfte Judenfeindlichkeit nicht zuletzt gerade wegen mancher Verhaltensweisen von Repräsentanten des Judentums an Bedeutung gewinnen.”

via tagesspiegel: Warum Chemnitz nicht der Hambacher Forst ist

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Verschwörungs-Erzählungen von Rechtsaußen

Tue, 09/25/2018 - 11:09

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland bedient sich in Frankfurt-Oberrad der Thesen der Identitären Bewegung und zeichnet das bewährte AfD-Bedrohungsszenario. Nur: Wer bedroht diese Gesellschaft tatsächlich? So viel los war in Frankfurt-Oberrad wohl lange nicht mehr. Hunderte waren auf die Straße gegangen und demonstrierten gegen den Auftritt des AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland im Saalbau. Der war extra angereist, um seine Parteikameraden im Hessen-Wahlkampf – „auf feindseligem Gebiet“ (AfD-Direktkandidat Erich Heidkamp) – zu unterstützen, und eigentlich hätte man ein volles Haus erwartet. Doch einige Stuhlreihen blieben leer in der überwiegend mit Männern besetzten und von mehreren Ordnern bewachten Veranstaltungshalle. Fotos machen war streng verboten, Tonaufnahmen ebenfalls, mitschreiben hingegen nicht. Als Gauland die Bühne betrat, waren seine Zuhörer bereits auf Betriebstemperatur. „Diese CDU ist die CDU von Merkel. Und am Ende wird es diese CDU nicht mehr geben. Inhaltlich leer“, begann der Ex-CDUler noch einigermaßen harmlos, um sich dann am sozialdemokratischen Feind abzuarbeiten. Ganz im Opfermodus beschwerte er sich über die Anti-AfD-Reden, „Niveau-Limbo“, im Bundestag von Martin Schulz und Johannes Kahrs, wobei er die Auftritte seiner eigenen Partei verdrängt haben dürfte. Hier sei beispielhaft an Alice Weidel am 5. Mai erinnert. „Wer zahlt denn Ihre Pensionen, Herr Hofreiter, Sie Schreihals. Ihre eingewanderten Goldstücke?“, sprach sie seinerzeit in astreinem Hetzdeutsch. (…) Wie auch immer stehen Verschwörungstheorien nicht unter Strafe, wie beispielsweise jene, dass Ex-Verfassungsschutzpräsident Maaßen entlassen worden sei, „weil er die Wahrheit“ gesprochen habe. „Wer aufmuckt fliegt“, da würde dann schnell belastendes Material „aus dem Hut gezaubert“. Dass Gauland seinem Buddy Schützenhilfe leistet, war nicht anders zu erwarten. Ihn als kriminalisiertes Opfer zu verkaufen, fällt trotzdem unter Intelligenzbeleidigung, ist doch der eigentliche Skandal der, dass Maaßen nicht bereits nach seiner NSU-Pfuscherei den Hut nehmen musste. Gauland schaukelte sich so langsam hoch, die Opferrolle – „Kinder dürfen in der Schule nicht sagen, was geredet wird“ – war einer der drei Hauptstränge seiner samstäglichen Erzählung. Die wird für die Anhängerschaft dringend gebraucht, da sie die Legende der Mutigen füttert, die zwar öffentlich permanent reden, aber in der Suggestion etwas scheinbar gefährlich Revolutionäres tun. Das schweißt zusammen und macht den kleinen Mann größer, als er in diesem Moment eigentlich ist.AfD-Erzählstrang Dramatisierung Ein weiterer Strang war die Dramatisierung der Zustände in Deutschland, einem der sichersten und laut Global Peace Index 2018 auf Platz 17 der friedlichsten Länder der Welt – hinter Norwegen und vor Ungarn. Von solchen Zahlen hat die AfD nun einmal nichts, daher zeichnete Gauland das bekannte Bedrohungsszenario der gefährlichen Islamisten, BKA-Angaben zufolge waren das 770 in 2017. Im gleichen Zeitraum zählte der Verfassungsschutzbericht 12.700 gewaltbereite Rechtsextreme. Sind das die, die Gauland euphemistisch „eine Handvoll Hohlköpfe“ nannte? Die wählen vermutlich die AfD, also muss die Gefahr von Flüchtlingen ausgehen, die wiederholt als „Räuber, Vergewaltiger, Messerstecher“ bezeichnet wurden.

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Rätselhafter Vorfall bei Gedenkstätte beschäftigt Verfassungsschutz

Tue, 09/25/2018 - 10:55

Vier Personen aus der rechten Szene wollten die Gedenkstätte verschönern. Grundeigentümer Tilo Berlin rief die Polizei. Ein Mann, drei Frauen, der Ulrichsberg und ein Hang zur rechten Szene. Das sind die Eckpunkte eines eher ungewöhnlichen Polizeieinsatzes am Montagabend in der Gemeinde Maria Saal. Die Polizei gerufen hat kein geringerer als Ex-Hypo-Chef und Grundeigentümer Tilo Berlin. Nach einer kurzen Flucht mit einem Quad konnte der Haupttäter ausgeforscht werden. Vermutet wurde im ersten Moment eine Sachbeschädigung. Im Laufe des gestrigen Vormittages konnte die unübersichtliche Lage von den Beamten geklärt werden. „Die Personen wollten die Gedenkstätte auf eigene Faust restaurieren. Der Eigentümer hat davon nichts gewusst und deshalb die Polizei gerufen. Weil der Ulrichsberg immer ein sensibles Thema ist, hat es einen größeren Polizeieinsatz gegeben“, so Helmuth Mayer, Leiter Landesamtes für Verfassungsschutz. Tatsächlich beschädigt wurde am Ende nur ein Schloss. Der Schaden wurde bereits beglichen. Die Gedenkstätte an sich sei von den „Tätern“ gründlich gesäubert worden, Schriftzüge wurden von den „Handwerkern“ nachgearbeitet. Für das Gedenkjahr 2018 sollte alles sauber hergerichtet werden. Die vier Personen sind für diesen selbsterteilten Auftrag extra aus Deutschland angereist.

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