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fascism is not an opinion - fascism is a crime
Updated: 2 hours 56 min ago

#Kinderpornos – #Kreisrat tritt zurück – #schauhin #npd

Tue, 06/12/2018 - 00:52

Aus dem Stadtrat in Kamenz hatte sich das ehemalige NPD-Mitglied bereits im April zurückgezogen. Zwei Monate nach seiner Verurteilung wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie hat der Kamenzer Kreisrat Martin Schwarz nun auch den Kreistag verlassen. Zuvor hatte der ehemalige Vertreter der NPD bereits sein Mandat im Stadtrat von Kamenz niedergelegt. In einem Brief an Landrat Michael Harig begründet er seinen Schritt zum einen mit der Verurteilung, zum anderen mit seiner berufliche Tätigkeit, die ihm die Wahrnehmung des Amtes nicht mehr ermögliche.

via sz online: Kinderpornos: Kreisrat tritt zurück

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Der Einzelfall Ali B.

Tue, 06/12/2018 - 00:27

Der Mord an Susanna F. wird instrumentalisiert, um geflüchtete Menschen pauschal zu verurteilen. Sollte es nicht eher um Femizide gehen? (…) Der Satz war eine Reaktion auf die Kritik an linken Parteien, die im Eifer, das Gutmenschen-Image loszuwerden, rassistische Vorurteile schüren. Etwa mit der Annahme, dass geflüchtete Männer potenzielle Vergewaltiger seien. Antwort: „Geflüchtete sind nicht per se bessere Menschen.“ Okay. Aber sind sie deshalb per se schlechtere? Der tragische Fall der ermordeten Susanne F. sorgt dafür, dass diese rhetorische Frage erneut gestellt werden muss. Die Leiche der 14-Jährigen, die vergewaltigt und erdrosselt wurde, fand man am Donnerstag. Der Hauptverdächtige Ali B. hatte zuvor gemeinsam mit seiner Familie die Flüchtlingsunterkunft, in der er lebte, verlassen und sich in den Nordirak abgesetzt. Die dortigen Behörden spürten ihn auf und schickten ihn zurück nach Deutschland. Es ist begrüßenswert, dass Ali B.s Prozess in Deutschland erfolgen und die Tat somit aufgeklärt werden kann. Dennoch müssen wir lernen, damit umzugehen, dass der Fall wieder einmal von der aasgeiernden AfD, aber eben nicht nur von ihr, instrumentalisiert wird, um geflüchtete Menschen pauschal zu definieren, zu kontrollieren und zu verurteilen. Sofort nach Bekanntwerden des Falls häuften sich die Rufe aus Medien und Politik nach schnelleren Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerben. Wieder einmal wird das pauschalisierende Bild des kriminellen, vergewaltigenden, mordenden Geflüchteten reproduziert. Übrigens keine neue Strategie von rassistischen Systemen; das Stereotyp des nicht-weißen Sexualstraftäters hat eine lange traurige Geschichte, etwa in den USA. Um Missverständnissen vorzubeugen: Hier geht es nicht darum, den Fall kleinzureden. Es ist nur auffällig, dass Femizide und Vergewaltigung in der deutschen Öffentlichkeit kaum thematisiert werden, wenn der Täter weiß ist. Und Femizide werden in diesem Land leider sehr häufig verübt – nicht nur in Freiburg, Kandel und Wiesbaden. Durch den Fokus auf Einzelfälle, in denen die Täter Zuwanderer sind, entsteht in der öffentlichen Wahrnehmung ein gefährliches Muster, das nicht nur rassistisch ist, sondern auch zutiefst sexistisch – weil es die Dimension von Frauenmorden in Deutschland verharmlost.
149 Frauen sind laut der Kriminalstatistik des BKA 2016 allein von ihrem männlichen Partner umgebracht worden, 208 haben überlebt. Jeden Tag hat also ein Mann versucht, seine Partnerin zu töten, eine überwältigende Mehrheit von ihnen hat einen deutschen Pass und ist weiß. Dies sind nur die erfassten Fälle von häuslicher Gewalt, die – wenn sie denn überhaupt öffentlich werden – als „Beziehungsdrama“ in den Randspalten landen. Viele Männer haben Frauen vergewaltigt und/oder getötet, mit denen sie nicht zusammen waren, hier wird die Dunkelziffer noch unübersichtlicher. Wäre es nicht dringlicher, über sexuelle Gewalt und Femizide zu sprechen, statt den Fall Susanna F. zu einer Geschichte über Zuwanderung zu machen?

via taz: Der Einzelfall Ali B.

“149 #Frauen sind laut der Kriminalstatistik des BKA 2016 allein von ihrem männlichen Partner umgebracht worden, 208 haben überlebt. Jeden Tag hat also ein Mann versucht, seine Partnerin zu töten” https://t.co/dzr5KMZ8XY #femizide #frauenfeindlichkeit

— Katharina Schulze (@KathaSchulze) June 11, 2018

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Chaotischer Traditionsverein oder paramilitärische Ordnungstruppe?

Mon, 06/11/2018 - 15:18

Sie gehören zur russischen Folklore wie Zwiebeltürme, Wodka und sehnsüchtige Lieder auf der Balalaika. Während sie in der Zeit der Zaren hohe Anerkennung genossen, gerieten sie in der Sowjetunion in Vergessenheit. Nun sind die Kosaken zurück und prügeln sich immer häufiger in den Mittelpunkt. Sie gehören zur russischen Folklore wie Zwiebeltürme, Wodka und sehnsüchtige Lieder auf der Balalaika. Die Kosaken waren einst freie Krieger, die viel hielten auf ihre Treue zum Zaren, aber ebenso auf ein ausgeprägtes Streben nach Unabhängigkeit. In der Sowjetunion waren sie fast verschwunden. Doch die Kosaken sind zurück und prügeln sich immer öfter in den Mittelpunkt, wenn in Russland liberale und konservative Wertvorstellungen aufeinandertreffen. Während der Weltmeisterschaft sind sie vor allem in ihren traditionellen Gebieten um Rostov und Krasnodar für den Kulturteil zuständig, übernehmen aber auch „diverse Sicherheitsaufgaben“. Was damit genau gemeint ist, davon können Oppositionelle mittlerweile ein trauriges Liedchen singen. Wie viel es heute kostet, ein „ruhmreicher Kosak“ zu sein, rechnete kürzlich die Moscow Times zusammen: Eine Kunstpelz-Version der traditionellen Fellmütze, dem schwarz-roten Papakha, lässt sich für zehn Dollar erwerben, die volle Uniform, einschließlich der Pferdepeitsche Nagaika für nicht mehr als hundert. Umso höher ist dafür der Preis, den jene bezahlen, die ins Visier der selbsternannten Ordnungshüter geraten. In den vergangenen Jahren schwangen Kosaken ihre Peitschen bei Kinopremieren, Kunstaktionen und Theatervorstellungen immer dann, wenn die Veranstaltungen ihnen zu „unrussisch“ oder gegen die Moralvorstellungen der orthodoxen Kirche gerichtet erschienen. Während der olympischen Winterspiele 2014 machten dann die Frauen der Punkband Pussy Riot Bekanntschaft mit Mitgliedern des Kuban-Kosakenheeres, die sie in der Innenstadt von Sotschi mit Stöcken, Peitschen und Pfefferspray attackierten. Ein weiteres Kapitel einer ganzen Serie von gewalttätigen Übergriffen auf Oppositionelle ereignete sich Mitte Mai 2016 in der Küstenstadt Anapa, als der Aktivist und Politiker Alexej Nawalny und Mitglieder seines Antikorruptionsfonds von mehr als zwanzig „Kosaken“ mit Milch bespritzt und danach in eine Schlägerei verwickelt wurden. (…) Kosaken waren in nicht unerheblicher Zahl sowohl an der Annexion der Krim beteiligt, als auch unter der Leitung des kosakischen Ataman Nikolai Kozitsyn an militärischen Aktionen in der Ostukraine. In verschiedenen Regionen Russlands übt die selbsternannte Moralpolizei sogar polizeiähnliche Funktionen aus, darf Personalausweise kontrollieren und Verdächtige der Polizei zuführen. Nach einem Bericht des russischsprachigen Newsletters „The Bell“ haben diese „Kosaken“ beispielsweise in den vergangenen drei Jahren von der Moskauer Stadtverwaltung umgerechnet 200.000 Euro erhalten, um in einem Trainingslager außerhalb der Hauptstadt Einsätze gegen Demonstranten zu üben, und um „die öffentliche Sicherheit bei Massenveranstaltungen zu sichern“.

via ostpol: Chaotischer Traditionsverein oder paramilitärische Ordnungstruppe?

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PayPal is still allowing white supremacists to raise money for legal defense

Mon, 06/11/2018 - 15:13

One California law firm seems to be bypassing PayPal’s ban on white nationalist fundraising. In the wake of the tragic violence at last year’s “Unite the Right” rally in Charlottesville, Virginia, the backlash from Big Tech was swift. GoDaddy, the popular web hosting service, forced the neo-Nazi website The Daily Stormer to find another domain provider. Discord, Google, Cloudflare, and Facebook all issued forceful condemnations of white supremacy and promised to ban any far-right group using their platforms. Twitter began stripping prominent far-right accounts of their coveted blue ticks. And Richard Spencer’s recent online fundraising efforts have all imploded. PayPal, which aids in fundraising ventures, also issued a statement reiterating its policy to not accept payment for people or organizations that advocate hate. “We work to ensure that our services are not used to accept payments or donations for activities that promote hate, violence or racial intolerance,” PayPal said. “This includes organizations that advocate racist views, such as the KKK, white supremacist groups or Nazi groups.” These white supremacists haven’t abandoned their fundraising efforts, however. And despite PayPal’s stated ban, it appears some, including two of the most prominent figures who participated in last year’s deadly rally, have found a workaround. These two white supremacists are continuing to take advantage of PayPal’s platform by using a one-person, far-right friendly law firm in California to raise money on their behalf. When ThinkProgress brought the fundraising to PayPal’s attention, however, the company said raising money for legal defense, even if it’s for white supremacists, does not violate its policy.

via thinkprogress: PayPal is still allowing white supremacists to raise money for legal defense

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Rechtsextreme zerstören Roma-Lager in Ukraine

Mon, 06/11/2018 - 14:42

In der Ukraine ist es zu einem weiteren Attacke auf Roma gekommen. Schweizer Radio und Fernsehen veröffentliche dazu auf Twitter ein Video. Es soll sich bei den rechtsradikalen Angreifern um Mitglieder der paramilitärischen Gruppierung «National Druzhyna» handeln, die hauptsächlich aus ehemaligen Soldaten bestehe. Ziel des Angriffs war eine dürftig eingerichtete Roma-Siedlung in einem Wald bei Kiev. Zuvor sollen auf Facebook gedroht worden sein: «Ihr habt 24 Stunden Zeit das Gebiet zu verlassen, danach schicken wir einen Mob vorbei.»
Die rechtsradikale Vereinigung filmte ihre Taten und stellte sie anschliessend ins Internet. Darin werden nicht nur Unterkünfte zerstört, sondern auch die flüchtenden Roma aufs übelste verbal beleidigt und beschimpft.

via atson: Rechtsextreme zerstören Roma-Lager in Ukraine

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Robert De Niro uses F-bomb against Trump on live TV

Mon, 06/11/2018 - 06:46

Oscar-winning actor Robert de Niro issued an expletive-laden denunciation of U.S. President Donald Trump during the live television broadcast of the Tony Awards ceremony on Sunday. De Niro appeared on stage at New York’s Radio City Music Hall to introduce rocker and Tony Awards performer Bruce Springsteen. “I’m gonna say one thing. Fuck Trump,” De Niro said, without any preamble. With the audience of theater actors, directors and producers shrieking and rising to their feet in applause, De Niro said: “It’s no longer down with Trump. It’s fuck Trump.” He did not elaborate on his comment and switched immediately to a prepared introduction of Springsteen.

via reuters: Robert De Niro uses F-bomb against Trump on live TV

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„Die AfD ist in Düsseldorf nicht willkommen“ darf ohne Strafe auf Schild propagiert werden

Mon, 06/11/2018 - 06:38

Der Strafbefehl gegen DSSQ-Aktivist Kaspar Michels ist von der Staatsanwaltschaft zurückgezogen worden. Er hatte vor einer Podiumsdiskussion zur Landtagswahl, zu der auch die AfD eingeladen war, ein Schild mit der Aufschrift „Die AfD ist in Düsseldorf nicht willkommen“ hoch gehalten. Dafür sollte er ursprünglich 1.500 Euro Strafe zahlen, dann eine Geldbuße von 600 Euro. Doch Michels wollte die Einstellung es Verfahrens. Damit war er nun erfolgreich.
Gleich in mehreren Fällen war die Staatsanwaltschaft Düsseldorf in der Vergangenheit gegen Demonstranten vorgegangen, die gegen rechte Gruppierungen zielten. Drei Verfahren wurden bereits gegen die Zahlung einer Geldstrafe eingestellt, doch das war Kaspar Michels zu wenig. Er wollte keine Geldbuße akzeptieren, er wollte den Freispruch. Denn er habe nichts falsch gemacht und lediglich sein Recht auf freie Meinungsäußerung genutzt, als er vor dem Maxhaus sein Plakat in die Höhe hob, erklärte er wiederholt. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, damit eine unangemeldete Demonstration geleitet zu haben. Dafür könnte zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe verurteilt werden. Doch Michels, pensionierter Lehrer, DSSQ-Aktivist und Gewerkschafter, hatte sich bei seiner Aktion mit dem Veranstalter und der Polizei abgesprochen. Gemeinsam mit seinem Anwalt Jasper Prigge zeigte er im Prozess eine klar Haltung und wurde dabei von vielen Menschen der Düsseldorfer Stadtgesellschaft unterstützt. Das akzeptierte nun auch die Staatsanwaltschaft Düsseldorf, zog den Strafbefehl zurück und stellte das Verfahren ein. Oliver Ongaro, Sprecher von DSSQ, sieht sich in seiner Meinung bestätigt: “Man wird den Verdacht nicht los, dass die Düsseldorfer Behörden ein besonders starkes Interesse an einer Strafverfolgung zeigten. Den oft mehrere tausend Euro hohen Strafbefehlen fehlte anscheinend die strafrechtliche Substanz, anders sind die zahlreichen Einstellung nicht zu erklären“.

via report-d: „Die AfD ist in Düsseldorf nicht willkommen“ darf ohne Strafe auf Schild propagiert werden

"Die #AfD ist in Düsseldorf nicht willkommen!", darf straffrei auf Demos geäußert werden! Die D'dorfer Staatsanwaltschaft wollte diese Selbstverständlichkeit zunächst nicht einsehen.
Die AfD ist übrigens nicht nur in Düsseldorf nicht willkommen.https://t.co/BYFyv0E7x5

— Kreuz Acht (@KreuzAcht) June 11, 2018

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Spanish PM lets migrant boat dock at Valencia – #aquarius

Mon, 06/11/2018 - 06:36

Spain’s new prime minister has ordered authorities to allow a rescue ship carrying 629 migrants to dock in the eastern port of Valenica after the boat was refused by Italy and Malta. A statement sent Monday by Prime Minister Pedro Sanchez’s office says “it is our duty to avoid a humanitarian catastrophe and offer a secure port for these people.” Amid the political dispute, The Aquarius, a rescue ship belonging to the SOS Mediterraneee charity, has been stuck in the Mediterranean Sea with its passengers, including 123 unaccompanied minors and seven pregnant women. Medical workers say food onboard the ship is going to run out Monday night. The government statement said Spain wanted to comply with its international responsibilities on humanitarian crises.

via ap: Spanish PM lets migrant boat dock at Valencia

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AfD-Basis schlägt zurück – Drei prominente Rechtsaußen bei Wahl gedemütigt

Mon, 06/11/2018 - 06:35

Wir allein gegen den Rest der Welt – unter diesem Motto versöhnen sich sonst selbst zerstrittenste AfD-Verbände. Doch auch das hilft Frank Pasemann nicht mehr. Als der Bundestagsabgeordnete auf dem Parteitag in Magdeburg wütet, dass im Wahlkampf sein Auto von politischen Gegnern zerkratzt wurde, schallt von den Zuhörern ein höhnisches „Oooooooohhhhh“. Es ist eine Demütigung für Pasemann, eine der bundesweit schillerndsten AfD-Figuren aus Sachsen-Anhalt. Der Höcke-Verbündete sitzt im Bundesvorstand, ist auch Landes-Schatzmeister. Doch in dieser Rolle steckt er am Samstag böse Tiefschläge von der Basis ein: Zwei Rechnungsprüfer bescheinigen ihm eine katastrophale Buchführung, fehlende Belege, eine unvollständige Jahresabrechnung. „Lügenspektakel!“, wirft ihm ein Mitglied vor, unterstreicht dies mit einem Stinkefinger Richtung Pasemann. Der Magdeburger windet sich, nennt die Angriffe gegen sich „politisch motiviert“. Es hilft nicht. Der AfD-Landesvorstand wird nicht entlastet, bis zum nächsten Parteitag soll eine strenge Kassenprüfung erfolgen. Bereits zu diesem Zeitpunkt ist es ein Debakel für Pasemann beim Heimspiel in Magdeburg, schließlich ist er auch im Bundesvorstand für die Kasse zuständig – als stellvertretender Schatzmeister. Wackelt der einflussreiche Posten nun aufgrund der Vorwürfe? Einige AfD-Mitglieder hoffen es. Wahl von Martin Reichardt zum neuen Landeschef ist keine Überraschung Perfekt wird die Demütigung, als der Parteitag am Abend die neue Landesspitze für Sachsen-Anhalts wählt. Statt Pasemann wird ausgerechnet die unbekannte Rechnungsprüferin Andreas Mähnert gewählt. Der Mann, der im Bundestag TV-wirksam über verhasste „Altparteien“ spotten will, bekommt in Magdeburg die volle Härte der Basis zu spüren. (…) Indes kassieren neben Pasemann auch zwei weitere prominente AfD-Rechtsaußen Niederlagen. Die Landtagsabgeordneten Jan Wenzel Schmidt und Hans-Thomas Tillschneider fallen bei den Vorstandswahlen durch.

via mz web: AfD-Basis schlägt zurück Drei prominente Rechtsaußen bei Wahl gedemütigt

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Urteil im #Altena -Prozess – Bewährungsstrafe für Attentäter – #schauhin #kaltland #messerstecher

Mon, 06/11/2018 - 06:33

Der Mann, der den Bürgermeister von Altena mit einem Messer angriff, muss nicht ins Gefängnis. Die Richter verhängten eine Bewährungsstrafe. Im Prozess um das Messerattentat auf den Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt Altena ist der 56-jährige Angeklagte zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Hagen verurteilte Werner S. am Montag wegen gefährlicher Körperverletzung, nachdem die Staatsanwaltschaft vom ursprünglich erhobenen Vorwurf des versuchten Mordes abgerückt war. Die Richter blieben beim Strafmaß unter der Anklageforderung von zweieinhalb Jahren Haft. Haftstrafen von mehr als zwei Jahren können nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. Die Hagener Strafkammer hatte am Donnerstag den Haftbefehl gegen den Mann mit der Begründung aufgehoben, dass nicht mehr von einem Tötungsvorsatz des 56-Jährigen bei der Tat vom vergangenen November auszugehen sei. Dem schloss sich die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer am Montag an: Der 56-Jährige habe Altenas Bürgermeister Andreas Hollstein (CDU) nicht töten, sondern lediglich „in Todesangst versetzen“ wollen. Der geständige Angeklagte musste also nur noch mit einer Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung rechnen. Vor der Tat in einem Dönerimbiss in Altena soll der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft den Bürgermeister mit den Worten „Ich steche Dich ab – Du lässt mich verdursten und holst 200 Ausländer in die Stadt“ angeschrien haben.

via taz: Urteil im Altena-Prozess – Bewährungsstrafe für Attentäter

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Festnahme nach fremdenfeindlichen Beleidigungen am Bahnhof Lichtenberg – #schauhin #kaltland

Mon, 06/11/2018 - 05:14

Samstagmorgen beleidigte ein 30-Jähriger zwei Männer am Bahnhof Lichtenberg fremdenfeindlich. Bundespolizisten nahmen den Mann vorläufig fest. Gegen 7:15 Uhr fuhr ein Mann gemeinsam mit seiner Ehefrau in einer S-Bahn vom Bahnhof Berlin Ostkreuz zum Bahnhof Lichtenberg. Während der Fahrt trat ein 30-jähriger Deutscher an ihn heran und beleidigte ihn aufgrund seiner Hautfarbe. Als dieser den gebürtigen Barbadier auch noch bespuckte, entwickelte sich eine handfeste Auseinandersetzung durch Faustschläge zwischen beiden Männern. Die 28-jährige Ehefrau des Geschädigten versuchte die Männer zu trennen und stürzte dabei zu Boden. Am Bahnhof Lichtenberg verließen alle Beteiligten die Bahn. Sicherheitsmitarbeitern der DB AG gelang es, den 30-jährigen Angreifer bis zum Eintreffen der Bundespolizei vor Ort festzuhalten. Bei der Anzeigenaufnahme beleidigte der bereits polizeibekannte Hellersdorfer darüber hinaus auch noch einen 50-jährigen Sicherheitsmitarbeiter fremdenfeindlich.

via polizei-news berlin: Festnahme nach fremdenfeindlichen Beleidigungen am Bahnhof Lichtenberg

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Wenige Teilnehmer bei Demo und Gegendemos in Mainz nach dem Tod von Susanna

Mon, 06/11/2018 - 04:59

Nach der Tötung der 14-jährigen Susanna F. aus Mainz haben sich am Wochenende mehrere Initiativen zu diversen Aktionen, Gedenkveranstaltungen und Mahnwachen in der Innenstadt versammelt. Rechtspopulistische Bewegungen zielten insbesondere auf die Tatsache ab, dass der mutmaßliche Vergewaltiger und Mörder von Susanna F., der 20-jährige Ali B., ein Asylbewerber aus dem Irak ist. Am Samstag fanden zwei Versammlungen in der Innenstadt statt. (…) Für den Samstagnachmittag hatte die rheinland-pfälzische AfD-Landtagsfraktion Mitte vergangener Woche eine Mahnwache unter dem Motto „Es reicht! Endlich Konsequenzen ziehen!“ angemeldet. Laut Polizei nahmen daran ab 15 Uhr rund 100 Personen teil. Die Veranstaltung, bei der auch der Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion Uwe Junge sprach, dauerte rund 15 Minuten und wurde von einem großen Medienaufkommen begleitet. Junge forderte, eine konsequentere Strafverfolgung und Asylpolitik und Fehlereingeständnisse der Bundesregierung im Zusammenhang mit eben dieser Asylpolitik. Zudem kündigte er erneut an, dass die AfD auf Bundesebene weiter einen Untersuchungsausschuss zu den Missständen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) anstrebe. Letztlich ging es bei der Mahnwache vor allem um parteipolitische Inhalte. Den größten Teil der Veranstaltung umfassten die Medieninterviews mit Politikern und Teilnehmern im Nachgang. Beide Versammlungen am Samstag blieben laut Polizei weitgehend ruhig, vereinzelte Versuche, zu stören, wurden durch Einsatzkräfte frühzeitig unterbunden. Bereits im Vorfeld hatte die Polizei den Deutschhausplatz vor der Staatskanzlei weiträumig zu allen Seiten abgesperrt und Unbefugte, die nicht an der Versammlung teilnahmen oder sich nicht als Journalisten ausweisen konnten, von der direkten Absperrung rund um den Versammlungsraum, weggeschickt – um Störungen zu verhindern. Es gab aber nur vereinzelt Platzverweise, so Polizeisprecher Rinaldo Roberto. Für den Sonntagnachmittag waren im Vorfeld fünf weitere Versammlungen angemeldet. Auf dem Helmut-Kohl-Platz nahmen laut Polizei 150 Personen an der rechtspopulistischen „Beweg was“-Kundgebung, die sich vor einigen Wochen ursprünglich als „Merkel muss weg“-Bewegung gebildet hatte und seither mehrfach in der Innenstadt zusammenkam. (…) Während die Gegendemonstranten mit Trillerpfeifen, „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda“-Sprechchören, Plakaten und Bannern ihren Protest kundtaten, bot sich auf der Seite der Merkel-Gegner, wie auch bei vorangegangen Veranstaltungen, erneut kein homogenes Bild, sowohl bei den Teilnehmern als auch den Aktionen und Inhalten der Reden nicht. Verschiedene Aktionen und Situationen sorgten immer wieder dafür, dass sich die anhaltenden Pfiffe und Rufe vonseiten der Gegendemonstranten noch verstärkten. Zwischen Bäumen innerhalb des abgesperrten Bereiches hatten die Merkel-Gegner die von ihnen sogenannte „Leine des Grauens“ aufgehängt, an der Medienberichte und aus anderen Quellen stammende vermeintliche Dokumentationen von tätlichen Übergriffen von Ausländern in Deutschland aufgehängt waren. Einige Personen hatten Fahnen und gebastelte Plakate dabei. Darunter waren unter anderem Deutschland-Flaggen, aber auch sogenannte Wirmer-Flaggen, die heutzutage auch als sogenannte Reichsbürgerflaggen bezeichnet werden. Zudem wurde durchgängig ein Plakat in die Höhe gehalten, auf dem im oberen Teil ein Porträtfoto von Susanna F., umrahmt von zwei Judensternen, und im unteren Teil ein Bild von Angela Merkel abgebildet war.

via az mainz: Wenige Teilnehmer bei Demo und Gegendemos in Mainz nach dem Tod von Susanna

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Besonders aktive rechtsextreme Strukturen

Mon, 06/11/2018 - 04:05

Der sächsische Inlandsgeheimdienst hat seine Bilanz für 2017 vorgestellt. Rechtsextreme bleiben im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge stark. Fakt ist: 2017 gab es im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge deutlich weniger rechtsextreme Straftaten als in den Vorjahren. 91 Delikte zählt das Innenministerium auf, das macht etwa eine Tat alle vier Tage. Sachsenweit kam der Landkreis damit auf den vorletzten Platz vor Meißen (71). Sieben Straftaten ordnete die Polizei dem linksextremen Milieu zu. Ein anderes Bild ergeben die rechtsextremen Strukturen in der Region. Das wird auch im Jahresbericht des Inlandsgeheimdienstes deutlich, der kürzlich vorgestellt wurde. So hält der Verfassungsschutz fest: Vor allem rechtsextreme Strukturen im Landkreis seien immer noch besonders aktiv. Zwischen 250 und 300 Personen gehörten der rechtsextremistischen Szene an, das ist sachsenweit der höchste Wert im Verhältnis zur Einwohnerschaft (siehe Grafik). Neu haben sich Bürger mit rechtsextremem Gedankengut und Äußerungen vor allem in Bautzen und Görlitz organisiert. Szeneschwerpunkt in der Sächsischen Schweiz ist nach wie vor die NPD. Zudem wurden Aktivitäten der erst 2013 gegründeten Partei Der dritte Weg festgestellt. Diese hat bundesweit etwa 300 Mitglieder, allein 90 davon in Sachsen. Die Partei orientiert sich am Nationalsozialismus. Ziele sind ein deutscher Sozialismus und der biologische Erhalt des deutschen Volkes, woraus sich der Bezug zur nationalsozialistischen Blut-und-Boden-Ideologie ergibt. In der Zuwanderung sehen die Anhänger den Versuch, die Deutschen auszurotten. Aktivitäten der Identitären Bewegung wurden im Landkreis nicht festgestellt.

via sz online:Besonders aktive rechtsextreme Strukturen

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“Solch ein Überfall setzt eine massive kriminelle Energie voraus” – #BrutaleSchläger #schauhin #nazigewalt

Sun, 06/10/2018 - 23:54

In Salzwedel haben mutmaßliche Neonazis ein autonomes Zentrum angegriffen. Wir haben eine Autonome gefragt, was zur Hölle gerade in der 25.000-Seelen-Stadt los ist. Salzwedel ist eine alte Hansestadt, in der sich Fachwerkhäuser in engen Gassen aneinanderreihen. 25.000 Menschen leben hier, und eigentlich gäbe es keinen Grund, über ein verschlafenes Städtchen in Sachsen-Anhalt zwischen Hannover und Berlin zu schreiben. In den vergangenen Wochen tauchte Salzwedel jedoch immer wieder in den bundesweiten Schlagzeilen auf. Am 16. Mai mobilisierten Autonome zu einem antifaschistischen Stadtspaziergang, bei dem sie vor dem örtlichen AfD-Büro und Wohnhäusern von Neonazis Lieder sangen und somit gegen Rechtsextremismus protestierten. Bei der Kundgebung fuhr ein Auto in die Menschenmenge, das Neue Deutschland schrieb unter Berufung auf Augenzeugen von einem womöglich politischen Hintergrund der Tat. Es wurde spekuliert, der Angreifer sei Hells Angel oder ein ortsbekannter Rechter. Auch VICE berichtete. (…) Fünf Minuten nach Mitternacht sind etwa zehn Personen in das Haus eingedrungen. Sie waren dabei sehr leise und sind direkt in den zweiten Stock, wo vier Antifaschisten übernachten wollten. Dort haben sie sofort angefangen, alles kurz und klein zu schlagen. Die waren von oben bis unten vermummt, hatten Baseball- und Teleskopschläger dabei. Die Spuren in den Türen lassen zudem darauf schließen, dass sie auch eine Axt oder ein Beil hatten. Die Vermummten griffen die Personen mit Pfefferspray an. Als sie das Gebäude verließen, traten sie Möbel kaputt und zündeten im ersten Stock eine Rauchbombe, sodass niemand das Haus verlassen und ihnen folgen konnte. Innerhalb von fünf Minuten war der Spuk vorbei. (…) Es gab Berichte über einen Angriff mit einem Auto auf eure Kundgebung. Am Nachmittag wollte ein Mann mit seinem Audi durch die Menschenmenge in einer kleinen Straße. Er ist zufällig in die Straße eingebogen, hat die Chance dann aber genutzt, um die Protestierenden zu bedrohen, indem er mit aufheulendem Motor und hoher Geschwindigkeit auf die Demo fuhr und erst im letzten Moment bremste. Die Situation ist eskaliert, als ein Transparent seine Windschutzscheibe streifte. Er hat das Fenster runtergekurbelt, ins Transparent gegriffen und erneut Gas gegegeben. Der Mann mit dem Transparent war aber mit seiner Hand noch in ner Schlaufe und wurde 50 Meter mitgeschleift, bevor das Auto wieder abbremste. Es gab Berichte, denen zufolge der Mann ein stadtbekannter Nazi sei. Augenzeugen sprachen von einem Hells Angel. Auch wir hatten damals berichtet. Es ist richtig, dass der Mann ein “Support 81”-Shirt anhatte, was darauf schließen lassen könnte, dass er mit den Hells Angels zumindest sympathisiert. Aber so ein Shirt kann man in jedem Laden kaufen. Es hat sich dann herausgestellt, dass der Angreifer nicht zu den Hells Angels gehörte. Wir sprechen heute davon, dass der Täter ein unorganisierter Rechter war, das heißt, dass er keiner uns bekannten Gruppe zugehörig ist, sein Facebook-Profil aber darauf schließen lässt, dass er rechtsextremes Gedankengut verbreitet. Auf dem Profil finden sich Bilder des Führermuseums mitsamt Hakenkreuz, AfD-Posts und Bilder des Frontsänges der rechtsextremen Band Screwdriver, Ian Stuart Donaldson.

via vice:“Solch ein Überfall setzt eine massive kriminelle Energie voraus”

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Vergessene Login-Daten: Florida ein Jahr ohne Checks für Waffenkäufer – #nra #massenmord #amok

Sun, 06/10/2018 - 23:47

Ein Jahr lang wurden in Florida keine “Background-Checks” durchgeführt, da eine Mitarbeiterin sich nicht einloggen konnte. Zwei der schlimmsten mit Schusswaffen durchgeführten Massenmorde der vergangenen Jahre fanden in Florida statt: Der Terrorangriff auf einen Nachtclub in Orlando sowie der Amoklauf in einer High School in Parkland. Man müsste also meinen, dass Florida besonders genau aufpasst, wer sich Schusswaffen besorgt. Dem ist aber nicht so, wie nun ein Bericht der Tampa Bay Times zeigt. So verzichtete Florida rund ein Jahr lang auf Background-Checks für Waffenkäufer – aus einem unfassbaren Grund: Die zuständige Mitarbeiterin konnte sich nicht in der Datenbank einloggen, in der die Informationen gespeichert waren. Die mittlerweile entlassene Mitarbeiterin hatte im Februar 2016 Schwierigkeiten, sich in die Datenbank einzuloggen. Nach vierzig Tagen nahm sie Kontakt zu einer anderen Behörde auf – indem sie an deren öffentliche E-Mail-Adresse schrieb. Dann erhielt sie den korrekten Usernamen, hatte jedoch nach wie vor keinen Zugriff. So ging das mehrere Monate dahin. In dieser Zeit wurden bei Waffenkäufern gar keine Background-Checks durchgeführt. Die Mitarbeiterin gab an, “nicht zu verstehen”, warum sie überhaupt dafür zuständig war – arbeitete sie doch bislang als Postverteilerin in der Landwirtschaftsbehörde.

via standard: Vergessene Login-Daten: Florida ein Jahr ohne Checks für Waffenkäufer

siehe auch: The Latest: Florida revoked 291 gun permits after lapse. The Latest on Florida failing to do national background checks on people applying for concealed weapons permits(all times local): Florida revoked concealed weapons permits for nearly 300 people who got them after the state failed to do national background checks for more than a year. Agriculture Commissioner Adam Putnam acknowledged that the state revoked the permits in a statement issued Friday evening. The state failed to check applications against a national database set up by federal authorities. The lapse was revealed in an inspector general’s report sent to Putnam in 2017. Putnam blamed the lapse on a negligent and “deceitful” employee. He said a total of 365 applications were reviewed after the problem was discovered. Ultimately, permits were revoked for 291 people.


Von City of Orlando Police Department: https://twitter.com/OrlandoPolice + http://www.cityoforlando.net/police/https://twitter.com/OrlandoPolice/status/741902485070045184, Gemeinfrei, Link

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Europäische Neonazi-Szene tummelt sich in Kandel

Sat, 06/09/2018 - 04:02

Aufschlussreicher Vortrag über die Strippenzieher der rechten Szene. Auffällig sind die AfD-Dominanz und die internationale Verflechtung. Referenten fordern mehr bürgerlichen Protest. Rechtsextreme waren im Kultursaal nicht geduldet. Polizei und Ordner passen auf. Morddrohung gegen Vortragsredner. Wie stark der Mordfall Mia die Gesellschaft in Kandel und dem Rest der Republik polarisiert, wurde am Donnerstag im voll besetzten Kultursaal der Stadthalle deutlich. Beim Bildvortrag „Rechts von Kandel: Antifaschismus und die rechten Strippenzieher in Kandel“, waren am Eingang zwei Polizeibeamte positioniert. Ordner sorgten zudem dafür, dass Personen, die mit einer rechtsextremen Gesinnung bereits in der Vergangenheit aufgefallen waren, gar nicht erst in den Saal gelangten, um so einen störungsfreien Ablauf zu gewährleisten. Ein Aushang am Eingang wies eigens darauf hin. Ein Referent hatte Morddrohungen erhalten Mehrere Personen aus dem Umfeld von „Kandel ist überall“ respektive des rechten „Frauenbündnisses“ hatten es versucht, wurden aber „freundlich, aber bestimmt“, wie es von Ordnerseite hieß, aus dem Foyer verwiesen. Einer der Referenten des Abends hatte im Vorfeld der Veranstaltung gar Morddrohungen erhalten. (…) Was folgte, war eine Auflistung des Who-is-who der bundesdeutschen und europäischen Neonazi-Szene, die regelmäßig in verschiedenen Funktionen bei den Demonstrationen auftaucht. Von der längst verbotenen, militanten „Blood & Honour“-Bewegung über Hammerskins (LUNARA – steht für Ludwigshafener Nationalisten und Rassisten), Berserker Pforzheim bis hin zu Reichsbürgern, der neurechten Identitären Bewegung, NPD-Funktionären oder dem völkischen Witiko-Bund.
Anhand von Fotos auf Demonstrationen dokumentierten die beiden Männer aus dem Rhein-Neckar-Kreis akribisch die Umtriebe in Kandel und ordneten sie ein. Namen von bekannten Neonazis und Hooligans aus Nordbaden wie Christian Hehl oder Holocaust-Leugner Günther Deckert tauchten auf. “Übelste Typen des rechten Spektrums” Namen, die sich letztlich keiner merken muss. Aber mit den Querverbindungen war es durchaus interessant zu erfahren, wie die Akteure miteinander vernetzt sind. Entscheidend für die rechte Szene in Kandel ist zweifellos die Person Marco Kurz („Frauenbündnis“). Dieser hatte 2017 einen Marsch nach Berlin initiiert, um (vergeblich) die Regierung zu stürzen. Der Mannheimer, der in Wiesbaden bei einer Briefkastenfirma gemeldet ist, tauchte schon früh bei AfD- und Pegida-Veranstaltungen auf. Oder: Myriam Kern. Die Ex-AfD-Abgeordnete aus Landau sei eine der Ersten gewesen, die auf Mahnwachen vor dem Rathaus erschien und sich „Myriam – Stimme für Kandel“ nennt. Des Weiteren: Ricarda Riefling (NPD-Bundesvorstand) nutze ebenfalls regelmäßig das Podium, das ihr die Szene in der Südpfalz bietet. Ob Rechtsrock-Veranstalter, Skinheads oder Verschwörungstheoretiker – den Zuhörern drängte sich fast der Eindruck auf, kaum ein Rechtsradikaler, der nicht schon einmal Kandel besucht hat. „Wir möchten Transparenz schaffen und aufzeigen, dass hier die übelsten Typen des rechten Spektrums einen Ort für sich instrumentalisieren“, so Brambach.

via rheinpfalz: Europäische Neonazi-Szene tummelt sich in Kandel

Und schau an: Auch der gewalttätige (ehemalige Mainzer) Neonazi Mario Matthes (#NPD, #DieRechte) war in #Kandel zusammen mit #AfD auf der Straße. #Kandel0303 (Foto Thomas Witzgall: https://t.co/vkKbnLI2qy ) pic.twitter.com/zBqge9Qj30

— florian altherr (@altherr) March 10, 2018

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Kinderschutzbund will keine AfD-Funktionäre in seinen Reihen

Sat, 06/09/2018 - 03:56

Der Deutsche Kinderschutzbund wehrt sich nach SPIEGEL-Informationen mit einer Resolution gegen rechte Unterwanderungsversuche. Kinderschutz sei mit rechtspopulistischen Ideologien unvereinbar. Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) setzt sich gegen Unterwanderungsversuche von rechts zur Wehr. Man wisse, “dass aktuell rechtspopulistische Organisationen versuchen, im Deutschen Kinderschutzbund Fuß zu fassen”, heißt es in einer Resolution, die auf der jährlichen Mitgliederversammlung einstimmig verabschiedet wurde. Rechtspopulisten hätten dazu “aufgefordert, sich im DKSB als Vormünder für unbegleitete minderjährige Geflüchtete zu bewerben und ausbilden zu lassen, um in der Arbeit mit den jungen Menschen ihr Wertebild zu propagieren”. Die rechtsextreme Identitäre Bewegung Hamburg hatte beispielsweise Anfang des Jahres ihren Gefolgsleuten geraten, Flüchtlingsvormund zu werden. Ein “fachlich fundierter und zivilgesellschaftlich verankerter Kinderschutz” sei, so die Resolution, mit “rechtspopulistischen Ideologien” unvereinbar. Damit ist auch die AfD gemeint. “Wir wollen nicht, dass AfD-Funktionäre bei uns mitarbeiten”, sagt DKSB-Präsident Heinz Hilgers. “Das haben wir mit diesem Beschluss deutlich zum Ausdruck gebracht.”

via spon: Kinderschutzbund will keine AfD-Funktionäre in seinen Reihen

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Mord an Susanna F. – Radikaler Rachereflex

Sat, 06/09/2018 - 03:49

Es ist ein Reflex, nach der Tat eines Asylsuchenden wie im Fall Susanna F. die Abschaffung der Flüchtlingsrechte zu fordern. Doch die Folge einer barbarischen Tat darf nicht die Barbarisierung des Rechts sein. Flehentlich wünscht man sich, dass sich solche Verbrechen nicht wiederholen. Sie wiederholen sich. In Dessau wurde die chinesische Studentin Li Yangjie vergewaltigt und ermordet, etwas später in Freiburg Maria L., kurz danach im benachbarten Endingen Carolin G. Dann der Mord an der 15-jährigen Mia V. in Kandel. Jetzt der Mord an Susanna F. Man hätte so gern einfache Lösungen, um solche Verbrechen zu verhindern; Lösungen nach dem Motto “Wenn die Grenzen dicht wären, würde Susanna F. noch leben”. Man weiß, dass das nicht stimmt. Li Yangjie wurde Opfer eines deutschen Polizistensohns. Maria L. und Mia V. wurden Opfer von jungen Männern aus Afghanistan. Carolin G. fiel in die Hände eines rumänischen Lkw-Fahrers; er hat Waren und Gewalt über die Grenze transportiert. Die Richterin sagte bei der Urteilsverkündung: Wir werden uns damit abfinden müssen, dass Menschen dunkle Seiten haben. (…) Es ist ein Rachereflex, nach der Tat eines Flüchtlings die Radikalabschiebung der Flüchtlinge und die Abschaffung der Flüchtlingsrechte zu fordern. Folge einer barbarischen Tat darf nicht die Barbarisierung des Rechts sein.

via sz: Mord an Susanna F. – Radikaler Rachereflex

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Journalist bei Neonazi-Festival in #Themar angegriffen

Sat, 06/09/2018 - 03:32

Beim Rechtsrock-Festival in Themar ist ein Journalist von einem mutmaßlich rechten Konzertbesucher ins Gesicht geschlagen worden. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung. Es ist nicht die einzige Straftat, die nach dem ersten Konzerttag bekannt wurde. Beim Neonazi-Festival im südthüringischen Themar ist ein Journalist angegriffen worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, sei ein 33 Jahre alter Festival-Besucher am späten Freitagabend zum Presse-Bereich auf dem Veranstaltungsgelände gekommen und habe einem 27 Jahre alten Journalisten ins Gesicht geschlagen. Angaben zum Motiv des Täters oder den Hintergründen des Vorfalls konnte die Polizei am Samstagmorgen nicht machen. Einer Sprecherin zufolge ist die Identität des mutmaßlichen Täters bekannt. Der Journalist sei leicht verletzt worden. Ermittlungen wegen Körperverletzung liefen. (…) Nach dem ersten Konzerttag des Neonazi-Festivals in Themar ermittelt die Polizei nach eigenen Angaben unter anderem in 16 Fällen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. In den meisten Fällen gehe es dabei um Tätowierungen, in fünf Fällen um das Zeigen des Hitlergrußes, wie eine Sprecherin der Polizei am Samstag sagte.

via ta: Journalist bei Neonazi-Festival in Themar angegriffen

siehe auch: Ein Desaster. Die Proteste gegen das zweitägige Neonazi-Festival in Themar haben begonnen. Überschattet wird ihr Auftakt allerdings durch die Niederlagen der Behörden vor Gericht im Streit mit den Rechtsextremen. Schon jetzt ist Themar 2018 für den Staat ein Desaster. (…) Wie im vergangenen Jahr auch tragen viele von ihnen ihre Gesinnung wieder offen auf ihren T-Shirts zur Schau, als sie durch die sengende Hitze gehen. Einer, der einen ziemlich schlechten Bodymaß-Index hat, feiert sich auf seiner Bekleidung als „Deutschen Patrioten“. Auf einem anderen Shirt steht: „Stolz-Treue-Ehre“. Auf einem weiteren: „Ein Baum, ein Strick, ein Antifa-Genick“. Auch der Slogan „Sturm auf Themar“ taucht immer wieder auf. Dazu: kahlrasierte Schädel, immer wieder schwere Stiefel, aber noch häufiger Turnschuhe. So beginnt am Freitagnachmittag das zweitägige Neonazi-Festival, zu dem der Thüringer Verfassungsschutz bis zu 1.500 Rechtsextreme aus dem In- und Ausland erwartet. Aber mehr noch, als die Art und Weise, wie das Festival beginnt, ist der Umstand, dass die Region in Südthüringen wieder Schauplatz eines gewaltigen rechtsextremen Aufmarsches ist, das eigentliche Desaster. (…) Derlei Kritik richtet sich freilich gegen die Verwaltungsgerichtsbarkeit in Thüringen. „Manche Gerichtsentscheidung ist mir fremd“, sagt Haak. Ebenso richtet sie sich oft gegen den Landrat des Landkreises Hildburghausen, zu dem Themar gehört: Thomas Müller, CDU-Politiker. Er musste sich in den vergangenen Jahren immer wieder anhören, er gehe nicht entschieden genug gegen rechte Veranstaltungen in seinem Kreis vor. Was er stets zurückweist. In diesem Jahr allerdings zielen solche Äußerungen sehr viel schärfer als in der Vergangenheit auch gegen den Thüringer Innenminister, der inzwischen Georg Maier heißt. Der SPD-Mann hatte nach den Neonazi-Konzerten von Themar im vergangenen Jahr erklärt, der Kampf gegen Rechts sei für ihn Chefsache. Er werde die Kommunen im Freistaat durch das Land so gut und so intensiv beraten lassen, dass ihre Bescheide vor Gericht nicht reihenweise wieder aufgehoben werden würden. Dass nun wieder ein riesiges Festzelt in Themar auf der Wiese steht, dass dort Alkohol ausgeschenkt werden darf, dass es keine festgelegte Obergrenze für die Kundgebung gibt, ist ein Ausweis dafür, dass dieser Vorsatz Maiers grandios gescheitert ist. Immerhin hatten die verantwortlichen Behörden im Land zunächst versucht, das Festival mit Verweis auf den Naturschutz ganz zu verbieten – und waren damit in zwei Gerichtsinstanzen gescheitert. Kurz vor dem Einmarsch der ersten Rechtsextremen nach Themar am Freitag hob das Verwaltungsgericht Meiningen zudem das gegen die Veranstaltung verhängte absolute Alkoholverbot auf. Auch die festgesetzte Teilnehmerobergrenze von 1.000 Personen bestätigten die Richter nicht. Die Begründung des Thüringer Oberverwaltungsgerichts in Weimar dazu, warum dessen Richter das Komplettverbot der Veranstaltung durch den Landkreis nicht bestätigten, lässt dabei wohl am deutlichsten erkennen, wie wenig es Thüringer Behörden trotz aller Versprechungen von Maier derzeit vermögen, Neonazis etwas entgegen zu setzen. Und das nicht nur, weil die Versammlungsfreiheit ein hohes, grundgesetzlich geschütztes Gut ist. Sondern, weil die Bescheide der Behörden voller Mängel sind. Jedenfalls aus Sicht der Richter, die sie bewerten.

Beim Neonazi-Festival im südthüringischen #Themar ist ein Journalist angegriffen worden. https://t.co/nb8fZLym8q pic.twitter.com/VsxXkRVZWQ

— TAG24 NEWS Erfurt (@TAG24EF) June 9, 2018

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Skeletons From WWII Mass Grave In Italy Identified Through Forensic DNA Testing

Fri, 06/08/2018 - 14:04

German Nazi troops arrest Italian soliders and civilians on March 23, 1944. Many of these people would be killed in the Fosse Ardeatine massacre the following day. On March 24, 1944, Nazi soldiers slaughtered 335 Italian political prisoners and civilians in Rome, tossing them into a mass grave known as the Fosse Ardeatine. Months after the retaliatory massacre, 323 of the bodies were identified by a forensic medical team. The remaining dozen skeletons were disinterred more than 65 years later for forensic DNA testing in an attempt to identify the unknown people in this WWII mass grave. A troop of Nazi soldiers was attacked in Rome on March 23, 1944, by Italian resistance fighters who detonated a makeshift bomb in the narrow street of Via Rasella. The blast killed 33 German policemen. Herbert Kappler, the commander of the German security police in the city, and Kurt Mälzer, the armed forces commandant in Rome, decided that a reprisal was needed after conferring with Adolf Hitler — they settled on the execution of 10 Italians for each of the Germans killed. By mistake, 335 Italians were rounded up and trucked to an old quarry. All were shot to death in a cave along the Via Ardeatine and their bodies piled up. German military engineers then set off explosives to cause a rockfall and seal off the cave. The Fosse Ardeatine massacre became a symbol of Nazi cruelty, particularly since it was carried out mostly on innocent civilians, since the SS’s methods were atrocious, and since the bodies were never returned to their families. After the end of the war, the cave was excavated and each body was buried individually, most of them able to be matched with an identity. The site is now a national monument, and every year 335 names are read out to honor the victims.  In 2009, the Italian Ministry of Defense proposed to attempt to identify the remaining 12 bodies from the massacre. Forensic anthropologist Elena Pilli of the University of Florence led a team to accomplish this task, and the researchers just published their work in the journal Science & Justice. Through genealogical and historical analysis, they figured out the potential names of 10 of the 12 unidentified men in the mass grave, then extracted anthropological information and samples from the dozen unidentified skeletons in Fosse Ardeatine.

via forbes: Skeletons From WWII Mass Grave In Italy Identified Through Forensic DNA Testing


Von antmooseFlickr, CC BY 2.0, Link

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